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Außenhandel mit Osteuropa hat seit EU-Osterweiterung stark zugelegt

Wegen der Angriffe im Roten Meer lotsen die Reeder viele Frachter mit Containern zwischen Asien und Europa derzeit um die Südspitze von Afrika herum - mit entsprechenden Wirkungen auf die Lieferfristen. Themenfoto: Heiko Weckbrodt
Themenfoto: Heiko Weckbrodt

Bundesstatistiker: Vor allem Polen und Tschechien sind als Handelspartner aufgerückt

Wiesbaden, 19. Juli 2024. Die EU-Osterweiterung 2004 hat den deutschen Außenhandel in den vergangenen zwei Dekaden deutlich verändert. Das geht aus einer Analyse des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden ergeben. Demnach ist der Handel mit den zehn damaligen Beitritts-Staaten Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern seither überdurchschnittlich gewachsen.

So hat sich der Anteil dieser Länder am gesamten deutschen Außenhandel deutlich gesteigert: So machten die zehn Staaten der ersten EU-Osterweiterung im Jahr 2003 erst knapp elf Prozent aller deutschen Importe und 8,5 Prozent der deutschen Exporte aus. Inzwischen sind diese Anteile auf 15,7 beziehungsweise 13,6 Prozent gewachsen.

Vor allem die unmittelbaren Nachbarn im Osten haben als Handelspartner für Deutschland deutlich an Gewicht gewonnen: Tschechien kletterte in den vergangenen 20 Jahren vom elften auf den zehnten Platz der deutschen Außenhandelspartner, Polen vom zwölften sogar auf den fünften Platz. Die Warenstrukturen im Handel mit Osteuropa haben sich indes kaum verändert: Autos und Autoteile sind die wichtigsten Handelsgüter geblieben.

Autor: Oiger

Quelle: Destatis

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger