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Neuer Schnell-Umschlagplatz „Straße-Schiene“ startet in Dresden

Ein mobiler Greifstapler hebt im Trailerport II im Alberthafen Dresden die Container zwischen Sattelaufliegern und Güterzügen um. Foto: SBO

Ein mobiler Greifstapler hebt im Trailerport II im Alberthafen Dresden die Container zwischen Sattelaufliegern und Güterzügen um. Foto: SBO

Binnenhäfen haben 5,7 Millionen Euro in Kapazitäts-Verdopplung investiert

Dresden, 13. Juni 2024. Um kombinierte Waren-Transporte per Laster, Bahn und Schiff zu erleichtern, hat Hafenkapitän Heiko Loroff nun einen neuen „Trailerport“ im Alberthafen Dresden in Betrieb genommen. Die „Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe“ (SBO) hatten angesichts der großen Nachfrage für schnelle Container-Wechsel zwischen Lkw und Eisenbahn insgesamt rund 5,7 Millionen Euro in diese zweite Anlage dieser Art im Alberthafen investiert. Davon hatte der Bund zwei Millionen Euro als Zuschuss finanziert.

Sachsen-Beauftragter: Trailerports stabilisieren Kombi-Lieferketten und helfen bei Ansiedlungen

„Ansiedlungs- und Ausbauvorhaben der Wirtschaft sind heutzutage mehr denn je mit der Zunahme nationaler und internationaler Verflechtungen und Lieferketten verbunden“, betonte der sächsische Großansiedlungs-Beauftragte Dirk Diedrichs, als der erste Zug in den Trailerport Dresden II einfuhr. „Eine flexible und Verkehrsträger-übergreifende Mobilität im Güterverkehr ist damit wesentliche Voraussetzung für das Funktionieren und den Erfolg von Investitionen und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Mit der Kapazitätserweiterung des Trailerports leistet die SBO einen vorausschauenden und bedeutsamen Beitrag zum Gelingen von Wirtschaftsinvestitionen wie auch zur Stabilität und Funktionalität von Lieferketten.“

Erster Trailerport startete 2021 – steigende Nachfrage

Die SBO hatten 2021 einen ersten Trailerport im Dresdner Alberthafen gebaut. Spezielle mobile Kräne heben dort besonders schnell Container von Sattelaufleger-Lastern („Trailer“) auf Güterzüge um – und umgekehrt. Dieser Trailerport I kann jährlich etwa 25.000 Sattelauflieger mit einem Volumen von rund 600.000 Tonnen von der Straße auf die Schiene verladen, „um Waren aus Sachsen, Böhmen und Südosteuropa umweltschonend und klimafreundlich Richtung Skandinavien zu transportieren“, teilte der Betreiber mit. Durch den zweiten Trailerport auf der Hafen-Südseite verdoppelt sich diese Kapazität nun bis zu 50.000 Container pro Jahr. Statt maximal zehn Güterzüge im 2-Schicht-Betrieb können die Trailerports I und II nun gemeinsam bis zu 20 Züge pro Woche im 3-Schicht-System abfertigen.

Der neue Umschlagplatz umfasst rund 18.000 Quadratmeter. Im Auftrag von SBO-Chef Leroff hatte die „Richard Schulz Tiefbau GmbH“ aus Schwarzheide dort eine Be- und Entladezone sowie eine Abstellzone für etwa 100 Trailer eingerichtet. Für die Ausrüstung schafften die SBO ein neues Rangierfahrzeug vom Typ „Rotrac“, eine Terminalzugmaschine und einen weiteren Greifstapler („Reachstacker“) an.

Autor: Oiger

Quellen: SBO, Oiger-Archiv, Wikipedia

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt