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Puevit plant „modernste Algenproduktion Deutschlands“ in Dresden

Grünalge unterm Mikroskop. Abb.: Dr. Ralf Wagner, Wikipedia, GNU Free / CC3-Lizenz

Grünalge unterm Mikroskop. Abb.: Dr. Ralf Wagner, Wikipedia, GNU Free / CC3-Lizenz

Gewächshäuser von Algenwerk sollen für nachhaltige Rohkost sorgen

Dresden, 31. Mai 2024. Der Maschinenbauer und Gründer Gunnar Mühlstädt unternimmt einen neuen Anlauf, die Produktion maritimer Nahrungsmittel in Dresden groß aufzuziehen: Mitte Juni eröffnet er in Dresden-Hellerau ein „Algenwerk“. Das hat sein neues Unternehmen „Puevit“ angekündigt. Es handele sich um „Deutschlands modernsten Algenproduktion“, die da in Dresden-Hellerau eröffnete werde und ein wichtiger Beitrag zur Bioökonomie in Sachsen und Deutschland, so „Puevit“.

Bereits mehrere Anläufe

Mühlstädt hatte bereits ab 2016 mit der – inzwischen liquidierten – Firma „Mint Engineering“ und anderen Unternehmungen Systeme aus transparenten Röhren für die Algenzucht entwickelt, um damit die Produktion von Algenpulver und anderen Nahrungszusätzen zu ermöglichen. Seit 2022 verfolgt er dieses Konzept mit der Neugründung „Puevit“ weiter. Das Unternehmen entwickelt und vertreibt nach eigenen Angaben Wassergewächshäuser, in denen Algen wie Spirulina „effizient sowie nachhaltig“ heranwachsen soll. „So kann ein wertvoller Rohstoff in Rohkostqualität regional bereitgestellt werden“, heißt es von „Puevit“. Die Algen sind als Ausgangsstoff für Nahrungsmittel, Medikamente und Kosmetika gedacht.

Gunnar Mühlstädt. Foto: Heiko Weckbrodt

Das Archivfoto zeigt Gunnar Mühlstädt bei Mint Engineering Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Dabei ist „Algenwerk“ als Dachmarke für solche Systeme gedacht, die Mühlstädt samt Betriebs-Konzept und Ingenieurdienstleistungen an interessierte Investoren lizenzieren will. Die sollen dann selbst solche Gewächshäuser betreiben, die Mikroalgen produzieren und dann entweder in eigene Produkte einfließen lassen oder sie weiterverkaufen.

Die "Agrar Energie Obernhausen" in Niedersachsen ist ein Modell-Projekt in Zusammenarbeit mit Georg Fischer, LGEM B.V. und der TH Wildau. Die Algen einer PBR-Anlage werden über die Einspeisung von CO2 aus dem Blockheizkraftwerk der angebundenen Biogasanlage versorgt. Foto: Mint Engineering

Das damalige Algensystem von „Mint“ in der Firma „Agrar Energie Obernhausen“ in Niedersachsen. Die Algen einer PBR-Anlage wurden werden über die Einspeisung von CO2 aus dem Blockheizkraftwerk der angebundenen Biogasanlage versorgt. Foto: Mint Engineering

Algenwerk lädt zur Besichtigung

Am 13. Juni will Mühlstädt sein Projekt nun an der Adresse Am Torfmoor 1c von 15 bis 20 Uhr der Öffentlichkeit vorstellen. Als Gäste haben sich unter anderen der sächsische Wissenschafts-Staatssekretär Andreas Handschuh und Vorstandsvorsitzender Oliver Uecke vom Branchenverband „Biosaxony“ angekündigt.

Autor: hw

Quellen: Puevit, Oiger-Archiv, Wikipedia, Northdata, Linkedin

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt