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Wie lernte der Mensch seinen aufrechten Gang?

Tracy Kivell. Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie
Tracy Kivell. Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie

Tracy Kivell ist neue Direktion am Planck-Evolutionsinstitut Eva in Leipzig

Leipzig 5. Februar 2023. Mit der kanadischen Paläoanthropologin Dr. Tracy Kivell hat das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie (Eva) in Leipzig eine neue Direktorin bekommen, die sich auf die Ursprünge des „Menschseins“ spezialisiert hat. Das geht aus einer Eva-Mitteilung hervor.

Menschenvorfahren und Menschenaffen im Vergleich

Mit interdisziplinären Methoden versucht die Kanadierin herauszubekommen, wie genau sich die Entwicklungslinien der frühen Menschen und der Menschenaffen aufgespalten haben. Ihr Fokus richtet sich beispielsweise darauf, wie sich diese inzwischen ausgestorbenen „Homininen“ und die Menschaffen an unterschiedliche Lebensbedingungen angepasst haben, wie sie den aufrechten Gang und den Werkzeuggebrauch gelernt haben – oder eben nicht.

Moderne Bildgebung, anatomische Analyse und Biomechanik

„Neben der Entdeckung neuer spannender Fossilien und archäologischer Funde ist es unser Ziel, vergangenes Verhalten zu rekonstruieren“, kündigte Tracy Kivell an. Dabei setzen sie und ihre neue Eva-Abteilung für „Menschliche Ursprünge“ auf „hochauflösende Bildgebung, quantitative Analysen anatomischer Merkmale, experimentelle Biomechanik und die Erforschung heute lebender nicht-menschlicher Primaten in ihren natürlichen Lebensräumen als auch in menschlicher Obhut.“

Über Genese der menschlichen Hand promoviert

Laut Eva-Angaben promovierte Tracy Kivell 2007 in biologischer Anthropologie an der „University of Toronto“ in Kanada. „Ihre Doktorarbeit konzentrierte sich auf entwicklungsbedingte Veränderungen und die funktionale Morphologie der Hand bei Primaten mit dem Ziel, die Entstehung des aufrechten Gangs beim Menschen zu erforschen.“ Danach habe sie sich mit der Biomechanik bei der Fortbewegung bei Primaten und der inneren Knochenstruktur des menschlichen Skeletts beschäftigt.

Quelle: MPI-Eva

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger