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Infineon macht Ferro-Speicher für den Weltraum fit

Die F-RAM-Chips von Infineon sollen in Sonden und Raumschiffen beispielsweise Telemetrie-Daten speichern. Foto: Infineon

Die F-RAM-Chips von Infineon sollen in Sonden und Raumschiffen beispielsweise Telemetrie-Daten speichern. Foto: Infineon

Chips sollen kosmischer Strahlung standhalten

München, 18. April 2022. Für Satelliten und Raumschiffe, deren Bordelektronik kosmischer Strahlung, extremen Temperaturwechseln und anderen starken Belastungen ausgesetzt sind, hat Infineon nun einen strahlungsfesten ferroelektrischen RAM-Speicherchip entwickelt. Das Bauteil sei speziell „für extreme Umgebungen in der Raumfahrt“ konstruiert, betonte der bayrische Mikroelektronik-Hersteller.

Infineon verspricht für seine ferroelektronischen Raumfahrt-Speicher "eine fast unendliche Lebensdauer". Foto Infineon

Infineon verspricht für seine ferroelektronischen Raumfahrt-Speicher „eine fast unendliche Lebensdauer“. Foto Infineon

Spezialelektronik für Raumfahrt und Militär

Das Unternehmen habe sich das Ziel gestellt, „die zuverlässigsten und energieeffizientesten Speicher für die nächste Generation von Raumfahrtanwendungen zu liefern“, erklärte Vizepräsident Helmut Puchner, der bei Infineon für Raumfahrt und Militär zuständig ist. „Im Vergleich zu anderen Speichermodellen haben die neuen strahlungsfesten F-RAM-Bauteile überlegene Schreibfähigkeiten bei gleichzeitig geringerem Energiebedarf.“

F-RAMs sollen Missionsprotokolle speichern

Ferroelektrische Speicherchips sind ähnlich schnell wie RAM-Bausteine, merken sich ihre gespeicherten Daten jedoch auch ohne dauerhafte Stromzufuhr auf magnetischem Weg. Da harte Strahlung aus dem All diese magnetischen Zustände zerstören könnte, hat Infineon seine F-RAMs nun besonders gegen diese Einflüsse geschützt. Die Bayern versprechen eine „fast unendliche Lebensdauer“ und eine Datenhaltbarkeit von über 100 Jahren. Sie sollen in Raumschiffen und Sonden beispielsweise Missionsabläufe protokollieren, Telemetriedaten abspeichern und Startkommandos Logikchips bereitstellen.

Autor: hw

Quelle: Infineon

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