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Dresdner Ingenieure kämpfen gegen Schokoladen-Ausschuss

Dresdner TU-Ingenieure wollen sich mit der Verschwendung von Schokolade in der Süßigkeiten-Industrie nicht abfinden. Foto: TUD
Dresdner TU-Ingenieure wollen sich mit der Verschwendung von Schokolade in der Süßigkeiten-Industrie nicht abfinden. Foto: TUD

TU-Schokomaschine soll „Mischphasen“-Verschwendung verringern

Dresden, 11. September 2021. Aus strikt wissenschaftlichen Gründen haben sich Maschinenbau-Ingenieure an der TU Dresden eine Schokoladenmaschine gebaut. Damit wollen sie laut eigenen Angaben erforschen, wie sich Schokoladenverluste in der Süßigkeitenindustrie verringern lassen. Dies geht aus einer Uni-Mitteilung hervor.

Erklärvideo der
TU Dresden zum
Schoko-Projekt:

Eine Schokosorte spült die andere aus der Maschine – dabei entstehen Spülreste

Dafür stellen die Wissenschaftler abwechselnd verschiedene Schoko-Sorten – zum Beispiel aus weißer und brauner Schokolade – her. Sie möchten dabei ermitteln, was genau beim Sortenwechsel und den dazwischengeschalteten Reinigungen passiert und wie sich der dabei entstehende Ausschuss verringern lässt. Das ist aus Sicht von Süßmäulern und Fabrikbesitzern ein Jammer. „Beim Reinigungsvorgang vermischen sich temporär die Schokoladenprodukte“, erklärt Dr. Hannes Köhler von der Professur für Verarbeitungsmaschinen und Verarbeitungstechnik an der TU Dresden, der das schokoladige Projekt leitet. „Bevor die Reinheit eines Produktionsguts hergestellt wird, entsteht daher ein Gemisch, welches nicht direkt weiterverwertbar und leider nur in den seltensten Fällen als Alternativprodukt verwendbar ist.“ An den Forschern sei es nun, diese Mischphase zu minimieren.

Für ihre Untersuchungen stellen die Forscher wechselnde Schokoladen her, schneiden die Übergangs-Schokorollen in Streifen, scannen die dann ein, um sie zu analysieren. Theoretisch haben sie die Spülprozesse in der Maschine schon simuliert – nun geht’s in die Laborpraxis.

Autor: hw

Quelle: TUD

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger