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Globalwafers Taiwan will deutsche Siltronic kaufen

Reinstsilizium für die Mikroelektronik ist gefragt - hier ein Blick in die Kristall-Zuchtanlagen bei siltronic. Foto: Siltronic
Reinstsilizium für die Mikroelektronik ist gefragt – hier ein Blick in die Kristall-Zuchtanlagen bei siltronic. Foto: Siltronic

Wafer-Hersteller hat auch in Freiberg eine Fabrik

München/Freiberg, 1. Dezember 2020. Das Unternehmen Globalwafers aus Taiwan will das deutschen Elektronikmaterial-Unternehmen „Siltronic“ für 3,75 Milliarden Euro kaufen. Das geht aus einer Mitteilung von Siltronic und einem Bericht vom „Bloomberg“ hervor.

Job- und Standortgarantie bis 2024 vereinbart

Es handele sich um „weit fortgeschrittene, kurz vor dem Abschluss stehende Gespräche“, informierte Silitronic über den Verhandlungsstand. „Durch den Zusammenschluss würde ein führender Anbieter der Waferindustrie entstehen, der über ein umfassendes Produktportfolio verfügt und allen Halbleiterkunden technologisch anspruchsvolle Produkte anbieten kann.“ Standortschließungen oder betriebsbedingte Kündigungen in Deutschland seien laut dem Vertragsentwurf bis Ende 2024 ausgeschlossen. Die einstige Muttergesellschaft Wacker, die heute noch 30,8 Prozent der Siltronic-Anteile hält, werde voraussichtlich seine Aktien in den Deal einbringen.

Siltronic entstand schrittweise ab 1978 als Ausgründung des deutschen Chemiekonzerns Wacker. Heute zählt das Unternehmen zu den weltweit führenden Anbietern von Siliziumscheiben (Wafer) für die Mikroelektronik und verwandte Industrien. Siltronic unterhält auch in Sachsen eine große Wafer-Fabrik mit insgesamt rund 900 Mitarbeitern in Freiberg. Weltweit beschäftigt das Unternehmen rund 4000 Menschen. Der Hauptsitz ist in München.

Autor: hw

Quellen: Siltronic, Bloomberg

 

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger