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Nasa stoppt Mond-Viper

Der "Viper"-Mondrover der Nasa steht zusammengebaut im Reinraum des "Johnson Space Center" - doch startbereit ist er immer noch nicht. Daher kam nun das Aus. Foto: NASA
Der „Viper“-Mondrover der Nasa steht zusammengebaut im Reinraum des „Johnson Space Center“ – doch startbereit ist er immer noch nicht. Daher kam nun das Aus. Foto: NASA

Autonomer Polarerkunder wurde zu teuer – und ist immer noch nicht fertig

Washington, 18. Juli 2024. Zu teuer, zu langwierig: Weil Kosten und Zeitplan für den Mond-Rollroboter „Volatile Investigating Polar Exploration Rover“ immer mehr aus dem Ruder gelaufen sind, dreht die Nasa nun den Geldhahn für den „Viper“ zu und stoppt die weitere Entwicklung. Das hat die US-Raumfahrtbehörde nun angekündigt.

Viper sollte eigentlich längst nach Eis am Mond-Südpol suchen

Eigentlich sollte der Viper-Rover bereits Ende 2023 von der Erde zum Mond starten und dort am Südpol nach Eis suchen. So sollte der autonome Erkunder Nachschub-Reserven für eine künftig geplante dauerhafte Mond-Siedlung finden. Mit der Entwicklung dieses Rovers hatte die Nasa die Firma „Astrobotic“ beauftragt. Doch Viper ist immer noch nicht startbereit, zudem verschlingt das Projekt mehr Geld als veranschlagt. Zuletzt stand ein Starttermin erst im September 2025 zur Debatte – nun aber hat die Nasa die Faxen dicke. „Die Fortsetzung von Viper würde zu höheren Kosten führen, die die Annullierung oder Unterbrechung anderer Missionen drohen“, heißt es von der US-Raumfahrtbehörde.

„Prime-1“ soll Wassersuche übernehmen

Zumindest Teile und Technologien von Viper will die Nasa nun bei späteren Projekten wiederverwenden. Die Viper-Mission soll nun das „Polar Resources Ice Mining Experiment-1“ übernehmen: „Prime-1“ soll „im vierten Quartal 2024 am Südpol landen, nach Wassereis suchen und eine Ressourcennutzungsdemonstration mithilfe eines Bohrers und eines Massen-Spektrometers durchführen.“

Autor: hw

Quelle: Nasa

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger