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Mehrheit wünscht sich deutsche KI-Schlüsselrolle

Künstliche Intelligenz (KI) gilt inzwischen als zentrale Schlüsseltechnologie des Digital-Zeitalters. Die Deutschen sehen die KI-technologie aber eher skeptisch und risikobehaftet. Foto: Geralt. Pixabay, CC0-Lizenz
Künstliche Intelligenz (KI) gilt inzwischen als zentrale Schlüsseltechnologie des Digital-Zeitalters. Foto: Geralt. Pixabay, CC0-Lizenz

Bitkom-Umfrage: Zwei Drittel rechnen mit besserer Wettbewerbsfähigkeit durch Künstliche Intelligenz

Berlin, 28. September 2020. Die meisten Bundesbürger wünschen sich eine deutsche Führungsrolle in der Schlüsseltechnologie „Künstliche Intelligenz“ (KI). Das geht aus einer Umfrage des Hightech-Branchenverbandes „Bitkom“ aus Berlin hervor. Zwei Drittel der Befragten gehen davon aus, dass KI die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft stärken wird.

Verbands-Präsident: Deutsche wollen Kontrolle statt Verbote

Eine große Mehrheit wünscht sich dabei aber, dass KI-Systeme in Deutschland besonders gründlich geprüft können. Nur 44 Prozent hingegen wollen bestimmte KI-Anwendungen verbieten. „Die Menschen erkennen, welch entscheidende Rolle KI in der Zukunft spielen wird“, schlussfolgert Bitkom- Präsident Achim Berg aus den Umfrage-Ergebnissen. „Statt Verboten wünschen sie sich Kontrolle und Sicherheit.“

KIs helfen längst im Alltag

Dabei mag eine Rolle spielen, dass KI-Technologien ohnehin längst in den Alltag der Deutschen eingezogen sind – auch wenn das manchen Nutzern vielleicht gar nicht so klar ist. So nutzen zwei Drittel beispielsweise Textvorschläge beim Nachrichtenschreiben, die letztlich von einer KI kommen. Ähnlich viele verwenden Routenvorschläge bei der Navigation und Sprachassistenten auf dem Smartphone. „Aber auch Titelempfehlungen beim Streaming (44 Prozent), automatische Übersetzungen (42 Prozent), Fahrassistenzsysteme im Auto (39 Prozent) oder Kaufempfehlungen in Online-Shops (34 Prozent) werden bereits häufig bewusst eingesetzt“, teilte der Bitkom mit. „Jeder Fünfte (20 Prozent) verwendet die Gesichtserkennung zur Entsperrung des Smartphones, jeder Achte (12 Prozent) die Gesichtserkennung für Fotos, um Personen leichter zu finden.“

Diese Einsatzfelder wünschen sich die Deutschen für KI-Assistenten. Grafik: Bitkom
Diese Einsatzfelder wünschen sich die Deutschen für KI-Assistenten. Grafik: Bitkom

Und die Deutschen rechnen damit, dass KI-Assistenten künftig in immer mehr Lebensbereichen eine wachsende Rolle spielen wird – etwa in der Pflege, in Behörden, in der Medizin und für Sicherheitsbelange.

Autor: hw

Quelle: Bitkom

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger