VW öffnet ersten eigenen Elektroauto-Laden in Dresden

Vorbilder Tesla und Apple: Volkswagen will seine neuen ID-Fahrzeuge in eigenen „ID Stores“ mit Erlebnisfaktor verkaufen.
Dresden, 14. Mai 2020. Für seine neuen Elektroautos der ID-Familie will Volkswagen auch neue Vertriebskanäle aufbauen – obgleich wenn die Autohändler darüber nicht nur begeistert sind. Einerseits möchte der Konzern seine Fahrzeuge künftig per Internet verkaufen, andererseits in sogenannten „ID Store“ eine ähnliche Sogwirkung wie Apple in seinen Präsenzläden entfalten und direkte Kundenkontakte wie Konkurrent Tesla aufbauen. Einen ersten dieser ID-Präsenzläden hat der Konzern heute eröffnet: in der gläsernen VW-Manufaktur Dresden.
Wollen neue Kundengruppen erschließen
„Wir haben mit dem Start der ,ID. Stores’ vor allem besucherstarke Standorte im Fokus, an denen wir das Thema E-Mobilität für alle begeisternd darstellen“, erklärte der deutsche VW-Vertriebschef Holger B. Santel dan das Standortkonzept dahinter. „Wir wollen so neue Kundengruppen erschließen.“ So können die Store-Besucher in Dresden beispielsweise Ausstellungen über Elektromobilität besuchen und Werkführungen durch die Manufakturproduktion mitmachen. Solche Angebote würden auch den Händlern helfen, meint Santel.

Zwist zwischen Handel und Hersteller
Die Autohändler hatten in den vergangenen Monaten teils heftig gegen die VW-Pläne gewettert, weil sie fürchten, viel von ihrem „Brot- und Buttergeschäft“ zu verlieren, wenn Hersteller ihre Autos direkt, also ohne Händlernetz verkaufen. Einer der Kompromisse aus diesem Streit: Wenn sich Kunden in einem VW-Laden ein ID-Elektroauto konfiguriert haben, können sie es dann entweder bei einem Händler bestellen oder – in einem späteren Ausbauschritt – online ordern.
Nächster ID-Store öffnet in München
Nach Dresden wird der nächste „ID-Store“ in den nächsten Wochen im Werksviertel in München eröffnet, kündigte VW an.
Autor: Heiko Weckbrodt
Quelle: VW

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