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VW öffnet ersten eigenen Elektroauto-Laden in Dresden

Volkswagen hat einen ersten ID-Store in seiner gläsernen Manufaktur in Dresden eröffnet - und steigt damit in den Direktvertrieb à la Apple oder Tesla ein.  Foto: Oliver Killig für Volkswagen Sachsen
Volkswagen hat einen ersten ID-Store in seiner gläsernen Manufaktur in Dresden eröffnet – und steigt damit in den Direktvertrieb à la Apple oder Tesla ein. Foto: Oliver Killig für Volkswagen Sachsen

Vorbilder Tesla und Apple: Volkswagen will seine neuen ID-Fahrzeuge in eigenen „ID Stores“ mit Erlebnisfaktor verkaufen.

Dresden, 14. Mai 2020. Für seine neuen Elektroautos der ID-Familie will Volkswagen auch neue Vertriebskanäle aufbauen – obgleich wenn die Autohändler darüber nicht nur begeistert sind. Einerseits möchte der Konzern seine Fahrzeuge künftig per Internet verkaufen, andererseits in sogenannten „ID Store“ eine ähnliche Sogwirkung wie Apple in seinen Präsenzläden entfalten und direkte Kundenkontakte wie Konkurrent Tesla aufbauen. Einen ersten dieser ID-Präsenzläden hat der Konzern heute eröffnet: in der gläsernen VW-Manufaktur Dresden.

Wollen neue Kundengruppen erschließen

„Wir haben mit dem Start der ,ID. Stores’ vor allem besucherstarke Standorte im Fokus, an denen wir das Thema E-Mobilität für alle begeisternd darstellen“, erklärte der deutsche VW-Vertriebschef Holger B. Santel dan das Standortkonzept dahinter. „Wir wollen so neue Kundengruppen erschließen.“ So können die Store-Besucher in Dresden beispielsweise Ausstellungen über Elektromobilität besuchen und Werkführungen durch die Manufakturproduktion mitmachen. Solche Angebote würden auch den Händlern helfen, meint Santel.

Führung durch die VW-Manufaktur Dresden. Foto: Oliver Killig, Volkswagen
Führung durch die VW-Manufaktur Dresden. Foto: Oliver Killig, Volkswagen

Zwist zwischen Handel und Hersteller

Die Autohändler hatten in den vergangenen Monaten teils heftig gegen die VW-Pläne gewettert, weil sie fürchten, viel von ihrem „Brot- und Buttergeschäft“ zu verlieren, wenn Hersteller ihre Autos direkt, also ohne Händlernetz verkaufen. Einer der Kompromisse aus diesem Streit: Wenn sich Kunden in einem VW-Laden ein ID-Elektroauto konfiguriert haben, können sie es dann entweder bei einem Händler bestellen oder – in einem späteren Ausbauschritt – online ordern.

Nächster ID-Store öffnet in München

Nach Dresden wird der nächste „ID-Store“ in den nächsten Wochen im Werksviertel in München eröffnet, kündigte VW an.

Autor: Heiko Weckbrodt

Quelle: VW

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger