AutomobilindustrieNewsWirtschaftzAufi

VW fährt Elektroauto-Produktion in Sachsen wieder hoch

Zwei VW-Mitarbeiter tragen Masken und montieren nach der Corona-Pause gemeinsam im Werk Zwickau einen ID3. Foto: Volkswagen Sachsen
Zwei VW-Mitarbeiter tragen Masken und montieren nach der Corona-Pause gemeinsam im Werk Zwickau einen ID3. Foto: Volkswagen Sachsen

Nach Corona-Pause startet Werk in Zwickau neu – auch Dresden liefert wieder aus

Zwickau/Chemnitz/Dresden, 23. April 2020. Volkswagen startet seine Werke in Sachsen neu: In den Elektroauto-Fabriken in Zwickau und Dresden sowie im Verbrennungs-Motorenwerk Chemnitz fährt ab sofort die Produktion wieder hoch – allerdings noch nicht mit voller Kapazität. Das geht aus VW-Mitteilungen hervor.

Tagesproduktion bleibt in Zwickau zunächst auf ein Drittel gedrosselt

In Zwickau beispielsweise fertigen die Arbeiter vorerst nur 50 ID3-Elektroautos pro Tag – dies entspreche etwa einem Drittel der Kapazität, die vor der Corona-Pause erreicht worden war, hieß es vom Konzern. Einer der Gründe: Die Monteure arbeiten mit Mundmasken, mit mehr Abstand als früher – und eben in einem langsameren Takt.

Das Motorenwerk Chemnitz startet parallel dazu auch. Die deutschen Komponentenwerke braucht VW auch, um seine bereits wieder in Betrieb genommenen Auto-Fabriken in China zu beliefern. Am Montag beginnt auch die gläserne VW-Manufaktur wieder die Fertigung von E-Golfs. Die Auslieferung schon produzierter Modelle an Kunden hatten die Dresdner schon am Montag wieder aufgenommen.

Betriebsrat: Gesundheit hat beim Neustart „absolute Priorität“

„Es geht darum, die Gesundheit der Mitarbeiter unseres Unternehmens zu gewährleisten – und gleichzeitig verantwortungsvoll das Geschäft wieder zum Laufen zu bringen“, betonte Thomas Ulbrich von der Geschäftsführung von Volkswagen Sachsen. „Wir werden kein Risiko eingehen, die Gesundheit der Mitarbeiter hat absolute Priorität – auch wenn wir einige Fahrzeuge weniger fertigen“, unterstrich derweil der sächsische VW- Gesamtbetriebsratsvorsitzende Jens Rothe.

Schuppen standen ab Mitte März still

VW hatte seine Fabriken in Sachsen und ganz Deutschland Mitte März stillgelegt – weil die Corona-Pandemie die Zuliefer-Ketten gestört hatte und die Auto-Nachfrage eingebrochen war – auch das Infektionsrisiko in den Werken spielte dabei eine Rolle.

Autor: hw

Quellen: VW und Oiger-Archiv

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger