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Prognose: Jeder zweite Internetladen schließt wegen Corona ganz oder teils

Statt mit "echtem" Geld sollen Leser und Zuschauer im Internet durch Rechenzeit, die in Krypto-Geld umgerubelt wird, die Blogger und Online-Journalisten bezahlen, schlägt Prof. Alex Biryukov von der Universität Luxemburg vor. Foto: Heiko Weckbrodt
Foto: Heiko Weckbrodt

Online-Händler: Bund muss Paketversand und Datennetze am Laufen halten

Berlin, 15. März 2020. Das Corona-Virus setzt auch dem Internethandel in Deutschland zu: Fast 90 Prozent der Online-Händler kämpfen bereits mit den Auswirkungen der Pandemie. Das hat eine Umfrage des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel (Bevh) aus Berlin unter 135 Mitglieds-Unternehmen ergeben.

Pandemie fördert Lieferengpässe

Laut der Umfrage haben knapp 60 Prozent Lieferprobleme, bei 40 Prozent sind die Kunden-Bestellungen geschrumpft. Über die Hälfte der Internet-Händler rechnet damit, in nächster Zeit den Geschäftsbetrieb einschränken oder gang stilllegen zu müssen.

Verband fordert schnelle Hilfen

„In dem Fall, dass der Onlinehandel seiner Versorgungsaufgabe nicht mehr nachkommen kann, muss eine schnelle und unbürokratische Inanspruchnahme von Leistungen bei Kurzarbeit möglich sein“, forderte Bevh-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer. „Finanzhilfen, insbesondere im Fall von Arbeitseinschränkungen, etwa durch Lohnfortzahlungen bei Quarantäne-Maßnahmen, müssen uneingeschränkt zugänglich sein.“

Regierung soll Infrastrukturen absichern

Besonders um die Versandwege und Kommunikationswege macht sich der Verband Sorgen: Die Bundesregierung muss zwingend eine funktionierende Infrastruktur gewährleisten“, heißt es weiter. „Dies bedeutet eine Aufrechterhaltung der Telekommunikations- und Daten-Netzwerke sowie den Bandbreiten-Ausbau zu forcieren. Zusätzlich muss der Betrieb von Post- und Paketdienstleistungen, der entscheidend für die Versorgung der Bevölkerung sowie Unternehmen ist, sichergestellt werden.“

Autor: Oiger

Quelle: Bevh

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Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger