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VW will Elektroauto durch mobile Roboter laden

So etwa soll der mobile Laderoboter von  Volkswagen aussehen. Visualisierung: VW
So etwa soll der mobile Laderoboter von Volkswagen aussehen. Visualisierung: VW

Ob die Laderoboter in Serie gehen, ist aber noch unklar

Wolfsburg, 27. Dezember 2019. Volkswagen hat Laderoboter konzipiert, die die mühsame Suche nach freien Ladesäulen für Elektroauto-Fahrer in vielen Fällen überflüssig machen könnten. Das hat der Autokonzern aus Wolfsburg nun mitgeteilt.

Roboter rückt mit 25-kWh-Akku an

Bestückt mit Akkus, die bis zu 25 Kilowattstunden fassen, sollen diese Roboter zum Beispiel in Parkhäusern zu den E-Autos rollen, selbstständig die Ladeklappe öffnen, den Stecker einstöpseln – und die Auto-Batterie nachladen, während das Fahrzeug parkt. All dies erledige der Roboter autonom und ohne menschliches Zutun, betonte VW. Bis jetzt ist der Laderoboter aber nur eine Studie. Bauen will der Konzern die Roboter nur bei hoher Marktnachfrage dafür.

Auf einen Schlag jeden Parkplatz elektrifizieren

„Der mobile Laderoboter kann eine Revolution beim Laden zum Beispiel in Parkhäusern, auf Parkplätzen oder in Tiefgaragen auslösen“, hofft Entwicklungschef Mark Möller. „Denn mit ihm bringen wir die Ladeinfrastruktur einfach zum Auto und nicht umgekehrt. Wir elektrifizieren damit auf einen Schlag ohne aufwändige infrastrukturelle Einzelmaßnahmen nahezu jeden Parkplatz. Es ist eine visionäre Studie, die aber durchaus schnell Realität werden kann, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.“

ChargeX-Gründer Tobias Wagner (Mitte) freut sich über das Geld, das ihm Dresdens Chef-Wirtschaftsförderer Robert Franke (rechts) zugesagt hat - und über die Unterstützung durch Marco Weiß von VW Dresden. Foto: Volkswagen
ChargeX-Gründer Tobias Wagner (Mitte) freut sich über das Geld, das ihm Dresdens Chef-Wirtschaftsförderer Robert Franke (rechts) zugesagt hat – und über die Unterstützung durch Marco Weiß von VW Dresden. Foto: Volkswagen

ChargeX arbeitet derweil von Dresden aus an Multi-Verteilern für Ladestationen

VW und seine Partner tüfteln schon seit geraumer Zeit an Möglichkeiten, um die vorhandene Lade-Infrastruktur für Elektroautos möglichst preiswert und rasch zu erweitern. Einen Weg dafür hatte das im VW-Inkubator Dresden ausgerütete Jungunternehmen ChargeX aufgezeigt: Dessen „Aqueduct“-System funktioniert ähnlich wie die Drilling-Verlängerungsstecker in Privathaushalten – nur dass beim Aqueduct-System Ladepunkte für Elektroautos in form von relativ preiswerten Wandkästen in Reihe geschaltet und erweitert werden. Das System hat VW sol gut gefallen, dass es diese Aqueducte in nahezu allen Konzern-Standorten einsetzen will.

Autor: hw

Quelle: VW

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger