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Bahn finanziert Ingenieurbau-Lehrstuhl an der TU Dresden

Die Brücke Naila wird mit Karbonbeton saniert. Foto: C³ - Jörg Singer.
Die Brücke Naila wird mit Karbonbeton saniert. Foto: C³ – Jörg Singer.

Manager sind auch scharf auf neuen Karbonbeton aus Sachsen

Dresden, 14. Oktober 2019. Die Deutsche Bahn bezahlt den Aufbau einer neuen Professur für Ingenieur-Bauten – wie zum Beispiel Bahnbrücken und Tunnel – an der TU Dresden. Das hat die Uni und die Bahn heute angekündigt. Demnach wird das Verkehrsunternehmen mindestens für die nächsten fünf Jahre jeweils einen sechsstelligen Euro-Betrag für den neuen Lehrstuhl zur Verfügung stellen.

Bahn hofft auf ingeniertechnologische Impulse und Absolventen

Die Bahn erhofft sich davon neue Impulse für eine zügige Erneuerung ihres Streckennetzes, für die Bund und Bahn bis 2030 rund 156 Milliarden Euro investieren wollen. Scharf sind die Bahn-Manager vor allem auch auf die Karbonbeton-Technologie von Massivbau-Institutsleiter Prof. Manfred Curbach, die neuartige Leichtbaukonzepte zum Beispiel beim Brückenbau möglich macht. Nicht zuletzt erhofft sich die Bahn von der Kooperation mit der TU Dresden einen steten Zufluss von Nachwuchs-Kräften.

„Wir sind beeindruckt von der exzellenten Ausbildungskultur an der TU Dresden und den an der Universität begonnenen Forschungsarbeiten im Bereich des konstruktiven Ingenieurbaus“, betonte DB-Netz-Vorstand Jens Bergmann.

Prof. Manfred Curbach. Foto: Heiko Weckbrodt
Prof. Manfred Curbach. Foto: Heiko Weckbrodt

Prof. Curbach rechnet mit Innovationsschub durch Karbonbeton

„Karbonbeton wird einen immensen Innovationsschub im Bauwesen auslösen, das Bauen zukunftsfähig machen und einen Paradigmenwechsel im Bauwesen einläuten“, ist Institutsdirektor Prof. Curbach überzeugt. Man könne den Energiebedarf und den CO2-Ausstoß bei der Herstellung und Instandsetzung von Bauwerken fast halbieren und damit wertvolle Ressourcen schonen. Dieser Materialwechsel führe zu einer neuen Art zu konstruieren, zu bauen und zu leben, vom plumpen Betonbau der Vergangenheit zur Filigranität, Leichtigkeit und Ästhetik des Betonbaus der Zukunft, betonte Curbach.

Autor: hw

Quelle: TUD

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger