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Fraunhofer erforscht in Freiberg Kohlenstoff-Kreisläufe

Die Pilotanlage von Sunfire in Dresden-Reick hat mit der Dieselproduktion aus Luft, Wasser und Ökostrom begonnen. Foto: Sunfire/ Cleantech Media

Was tun mit CO2? Hier eine Pilotanlage von Sunfire in Dresden-Reick, die Diesel aus CO2, Wasser und Ökostrom synthetisieren kann. Foto: Sunfire/ Cleantech Media

Sachsen sagt Anschubfinanzierung für neue Außenstelle zu

Freiberg, 4. Juni 2019. An der Bergakademie Freiberg siedelt sich eine neue Fraunhofer-Institutsaußenstelle für „Kohlenstoff-Kreislauf-Technologien“ an. Das teilte die Uni heute mit. Die sächsische Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) habe eine Anschubfinanzierung zugesagt. Die Zusage wolle die Ministerin am 11. Juni in Freiberg übergeben.

Klimaschutz und ökologischere Wirtschaft im Blickpunkt

Die meisten Forschungen an Kohlenstoff-Kreislauf-Technologien richten sich letztlich darauf, die menschlichen Eingriffe in natürliche Systeme zu reduzieren, zum Beispiel Wege zu finden, Kohlendioxid-Abgase oder andere Hinterlassenschaften der Kohlewirtschaft beziehungsweise Abprodukte der Chemieindustrie zu neutralisieren. Ein Fokus liegt beispielsweise darauf, Kohlenstoff-Abprodukte stofflich zu verwerten. Solche Technologien könnten den Klimaschutz und den Kohleausstieg unterstützen.

Forschungsgruppe wird zur Außenstelle geadelt

Bisher gibt es bereits eine Forschungsgruppe für Kohlenstoffkreislauftechnologien in Freiberg. Künftig wird sie offiziell zur Freiberger Außenstelle des Fraunhofer-Instituts für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen (IMWS) Halle ausgebaut. Angedockt wird sie an das Institut für Energieverfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (IEC) der Bergakademie Freiberg. Dies solle „die Forschung an innovativen Technologien für die Kohlenstoff-Kreislaufwirtschaft der Zukunft an der TU Bergakademie Freiberg auf eine neue Ebene heben“, hieß es von der Uni. Wenn die Fraunhofer-Gesellschaft Außenstellen gründet, können diese später im Erfolgsfall zu vollwertigen Instituten aufsteigen.

Autor: hw

Quellen: TU Freiberg