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Solarwatt Dresden beliefert Megawatt-Speicher in Karlsruhe

KIT will neue Konzepte für Netz-Großspeicher untersuchen

Solarwatt Dresden hat den Großspeicher am KIT Karlsruhe mit Batteriemodulen bestückt. Foto: Solarwatt
Solarwatt Dresden hat den Großspeicher am KIT Karlsruhe mit Batteriemodulen bestückt. Foto: Amadeus Bramsiepe/KIT

Dresden/Karlsruhe, 12. März 2019. „Solarwatt“ hat einen Großauftrag aus Karlsruhe bekommen: Das Dresdner Energietechnik-Unternehmen hat Batteriemodule mit einer Gesamtkapazität von rund 1,5 Megawattstunden (MWh) an das Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) geliefert, das daraus einen Strom-Großspeicher baut. Das hat Solarwatt heute mitgeteilt.

Energie- und Datenströme im Komplex betrachtet

Der Megawatt-Speicher auf Basis von Lithium-Ionen-Batterien soll sich durch besonders niedrige Betriebs- und Wartungskosten auszeichnen. Er ist Teil des „Energy Labs 2.0“ am KIT. Dort wollen die Karlsruher Forscher unter praxisnahen Bedingungen testen, ob und wie solche Großbatterien die Stromnetze stabilisieren können. Auch wollen sie die elektrischen, thermischen und chemischen Energieströme sowie die Datenströme in Anlagenverbünden untersuchen.

My-Reserve-Speicher zunächst für Heimgebrauch entwickelt

„Unser Beitrag zum Großspeicher-Projekt des KIT zeigt, dass mit uns auch Stromspeicher bis in die Megawattklasse möglich sind“, betonte Solarwatt-Innovationschef Olaf Wollersheim.

Dresdner Ingenieure hatten Solarwatt 1993 gegründet und sich zunächst auf Photovoltaik-Module konzentrierten. Außerdem entwickelten sie innovative Solar-Leuchten für den Einsatz in stromlosen Dörfern in Afrika. Die Solarkrise riss dann jedoch auch das Dresdner Unternehmen fast in den Abgrund, kostete viele Jobs und führte beinahe in die Pleite.

Milliardär half beim Reset

Mit Hilfe des Der BMW-Großaktionärs Stefan Quandt konnte das Unternehmen aber dann doch noch einmal durchstarten. Die Dresdner bauten neue Geschäftsfelder auf, entwickelten Solarstromspeicher und Energiemanager. Für ihr fortschrittlichen Konzepte heimsten sie mehrere Preise ein. Gedacht waren die Batteriespeicher ursprünglich vor allem für den Einsatz in Eigenheimen und kleinen Unternehmen mit Solaranlagen.

Autor: Heiko Weckbrodt

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger