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„Dresden wird immer mehr zum Tor nach Osten“

 Sechs internationale Startups entwickeln innovative Ideen in Dresden zur Marktreife. Foto: VW

Sechs internationale Startups entwickeln innovative Ideen in Dresden zur Marktreife. Foto: VW

Der VW-Inkubator Dresden brütet wieder

Dresden, 5. September 2018. Die dritte Jungfirma-Klasse brütet ab sofort in Volkswagen-Inkubator in Dresden – und diesmal beziehen ausschließlich internationale Teams die Manufaktur-Räume. Das teilte VW heute mit.

Geld und Hilfe von den Profis für die Jungfirmen

Die ausgewählten Firmen aus Frankreich, Luxemburg, Litauen, Israel, Russland und der Ukraine sollen in den nächsten Monaten in Dresden innovative Mobilitäts-Konzepte marktreif weiterentwickeln. Dafür bekommen die Teams jeweils 15.000 Euro sowie Büros und Profi-Unterstützung in der gläsernen VW-VW-Manufaktur Dresden. Außerdem organisiert die Wirtschaftsförderung Dresden für sie Wohnraum und – auf Wunsch – auch Ansiedlungsplatz in Dresdner Technologiezentren.

Diesmal nur internationale Start-ups ausgewählt

„Wir haben diesmal ausschließlich internationale Startups ausgewählt – und frische, innovative Mobilitätsideen in Europa und Israel gefunden. Ab September wollen wir diese mit unseren Experten zur Marktreife entwickeln”, sagte Finanzchef Kai Siedlatzekvon Volkswagen Sachsen.„Dresden wird immer mehr zum Tor nach Osten“, betonte Manufaktur-Chef Lars Dittert. „Besonderes Augenmerk haben wir deshalb bei der Startup-Auswahl auf die osteuropäischen Nachbarländer gelegt.“

Die ausgewählten Firmen im Überblick:

(Quelle: VW):

Zouzoucar aus Frankreich: Das Startup entwickelt eine neuartige App für das Ridepooling von Kindern. Dabei werden Fahrten zur Schule, zum Sportverein oder Kindergeburtstag über eine App gebündelt. Die Kinder werden von bekannten und vertrauenswürdigen Personen gefahren. So wird eine sichere Transportlösung für den Nachwuchs geschaffen. Ziel ist es, unnötigen Verkehr von Eltern zu vermeiden, Kosten und vor allem Zeit zu sparen.

CarPay-Diem aus Luxemburg: Das Startup entwickelt eine Plattform, mit der sich über jede beliebige Mobile-App oder über ein vernetztes Auto Zapfsäulen an Tankstellen aktivieren und Zahlungen vom Innenraum des Fahrzeugs aus vornehmen lassen. Tankstellen können im Gegenzug dem Fahrer ein gezieltes Werbeangebot senden, das ihn dazu animieren soll, die Tankstelle zu betreten. Die Plattform von CarPay-Diem ist bereits mit mehr als zehntausend Tankstellen in den Benelux-Ländern kompatibel.

carVertical aus Litauen: Das Startup bietet eine blockchain-basierte Lösung, bei der so viele Informationen wie möglich über die Historie eines Fahrzeugs aus verschiedenen Quellen (Leasing, Versicherung, Privatbesitzer) in einem Register gesammelt werden. Fahrzeugbesitzer können so eine bestätigte und fälschungssichere Historie aufzeigen und damit den Wert ihres Fahrzeugs steigern. Es wird etwa angegeben, ob die Laufleistung der Fahrzeuge korrekt ist oder eventuelle Unfälle protokolliert wurden.

Make-My-Day aus Israel: Das Startup entwickelt einen digitalen, persönlichen Assistenten im Auto, der den optimalen Weg für den Fahrer sucht und dabei unter anderem das Laden für Elektro-Fahrzeuge oder tägliche Einkäufe in die Routenplanung integriert. Der Nutzer soll damit Zeit und Geld sparen.

Go To-U aus der Ukraine: Das Startup hat sich vorgenommen, ihr innovatives Buchungssystems von Ladestationen für e-Fahrzeuge in Dresden weiterzuentwickeln. Go To-U verbindet Fahrer von Elektrofahrzeugen mit Hotels, Restaurants und Cafés, die über eine Lade-Infrastruktur verfügen. Über die Buchungsplattform kann der e-Fahrer die Ladestation zum günstigsten Zeitpunkt buchen – und zugleich einen Tisch im Restaurant oder ein Hotelzimmer. Dort kann dann auch fürs Auto-Laden bezahlt werden. Unternehmen können dies für Marketing nutzen.

ToporAuto aus Russland: Die Junggründer entwickeln einen Dienst zur Überwachung und Analyse der Qualität der Straßenoberfläche mit Hilfe von Beschleunigungssensoren und GPS-Daten des Autos. Diese Daten können dann von Straßenverkehrsämtern der Kommunen, Autoherstellern und digitalen Karten-Anbietern genutzt werden.

Autor: hw