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Software-Branche in Sachsen wächst

In Reick neben Pactec-Nagema baut Itelligence derzeit das Schokopack-Hochhaus um. Foto. Heiko Weckbrodt

In Reick neben Pactec-Nagema baut Itelligence derzeit das Schokopack-Hochhaus um. Foto. Heiko Weckbrodt

Mitarbeiterzahl auf 25.000 verdoppelt

Dresden, 5. September 2018. Die Chipfabriken in Sachsen mögen für mehr Schlagzeilen sorgen – aber im Windschatten der Halbleiter-Industrie und anderer Technologie-Sektor wächst im Freistaat auch die Software-Industrie: Im „Silicon Saxony“ beschäftigt diese Branche inzwischen rund 25.000 Mitarbeiter – doppelt soviel wie noch 2007, als die Software-Wirtschaft hier 11.000 Beschäftigte zählte. Darauf hat der sächsischen Hightech-Wirtschaftsverband „Silicon Saxony“ hingewiesen.

Schulterschluss zwischen Hard- und Software im Fokus

Auch in ihrer Wirtschaftskraft hat die Bedeutung der Software zugelegt: Die Unternehmen in diesem Sektor melden stetig steigende Umsätze, die inzwischen in Summe über zwei Milliarden Euro überschreiten. Angesichts der wachsenden Bedeutung dieses Sektors erarbeitet der Branchenverband nun ein „Positionspapier Software“ und ernennt einen neuen „Softwarereferenten im Netzwerk. Dabei sei ein enger Schulterschluss zwischen Hard- und Software-Unternehmen gefragt, betonte „Silicon Saxony“.

ITK-Sektor in Sachsen sichert 62.000 Jobs

Rechnet auch die Hardware-Industrie und andere Technologie-Branchen ein, beschäftigte der Informationstechnologische und – Telekommunikations-Sektor (ITK) in Sachsen im Jahr 2017 rund 62.000 Menschen – anderthalb Mal so viel wie 2007 (damals: 40.000 Beschäftigte).

Frank Schönefeld. Foto: Heiko Weckbrodt

Frank Schönefeld. Foto: Heiko Weckbrodt

„Sachsens Technologieboom ist hausgemacht“

„Diese Wachstumsraten beeindrucken, halten an und sind ganz klar auf beste Ansiedlungsbedingungen, eine gelungene Wirtschaftsförderung und einen exzellenten Fachkräftemarkt zurückzuführen“, schätzte Frank Schönefeld ein, der im Silicon-Saxony-Vorstand die Software-Branche repräsentiert und einer der Geschäftsführer in der T-Systems MMS Dresden ist. Dies seien Faktoren, „von denen wir auch in Zukunft profitieren werden. Sachsens Technologieboom ist damit hausgemacht und wird, geht es nach Silicon Saxony noch über Jahrzehnte anhalten.

Schokopack-Hochhaus wird Software-Schmiede

Während sich zum Beispiel in Berlin viele App-Firmen und anwendernahe-Softwareschmieden angesiedelt haben, konzentrieren sich in Sachsen vor allem Anbieter für unternehmensnahe Software – beispielsweise für die Automobilindustrie, die Telekommunikation, den Maschinenbau sowie Biotech- und Medizinfirmen. Zu den größeren Software-Schmieden am Standort gehören die erwähnte T-Systems MMS, außerdem SAP, Robotron, Comarch und andere. Zu den jüngsten Investitionen in diesem Sektor gehört die Ansiedlung der Software-Firma „Itelligence“, die derzeit das alte Schokopack-Hochhaus in Dresden-Reick saniert und dort 75 neue Jobs avisiert hat.

Autor: Heiko Weckbrodt