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ARM & Co. sägen im Internet der Dinge am Intel-Thron

Abb.: Intel
Abb.: Intel

Global Data: Preiswettbewerb rund um neue Industrietrends bedrohen Intels Position als Zulieferer der 1. Wahl

London, 31. Juli 2018. Intel galt jahrzehntelang als übermächtiger Mikroelektronik-Zulieferer der ersten Wahl für Technologiekonzerne und letztlich auch für Behörden. Auch Konkurrenten wie AMD  oder IBM-Cyrix, die Intel auf dessen eigenem Feld schlagen wollten, haben daran nur wenig geändert. Im „Internet der Dinge“ und für den Mobilfunk der 5. Generation (5G) sind aber nicht unbedingt nur leistungsstarke, sondern vor allem auch sparsame und skalierbare Chip-Lösungen gefragt – und da beginnen Prozessordesigner wie ARM, dem Marktführer aus den USA ernsthaft das Wasser abzugraben. Das hat das Marktforschungsunternehmen „Global Data“ aus London eingeschätzt.

ARM adaptiert Intels Koop-Strategien im Telko-Sektor

Im Smartphone- und Tablet-Markt hatte ARM die Intel-Konkurrenz bereits abserviert: Fast überall in diesem Geräten sind die Prozessorarchitekturen der Briten im Einsatz, Intels Atom-Antwort hat sich da nicht durchsetzen können.

ARM habe zudem von Intel gelernt, betonen die Analysten. Das fabriklose Unternehmen gehe strategische Kooperationen mit Telekommunikations-Konzernen und anderen Tech-Unternehmen ein, um ihre Prozessorarchitektur in diesen Sektoren fest zu verankern. Finanziell allerdings trennen beide Unternehmen immer noch Welten: Machte ARM im Jahr 2017 rund zwei Milliarden Dollar Umsatz, waren es bei Intel im gleichen Zeitraum rund 63 Milliarden Dollar. Und dies wiederum beeinflusst natürlich auch die Spielräume beider Unternehmen, beispielsweise in Forschung und Entwicklung zu investieren.

Intel kontert durch Akquise von Tech-Firmen

„Inzwischen hat Intel mehrere Wettbewerber aus dem Niedrigpreis-Sektor“, schätzte „Global Data“-Technologie-Analyst Glen Hunt ein. Gerade der Preiswettbewerb könnte es langfristig für den heutigen Marktführer schwer machen, seine gegenwärtige Positionen als Zulieferer der ersten Wahl zu behaupten. „Aber Intel nimmt diese Bedrohungen ernst und versucht, durch gezielte Firmen-Akquisitionen wie die von eASIC an der Spitze der Industrie-Trends zu bleiben.“

Autor: hw

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger