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Große Kunst einfach erklärt

Das Albertinum in Dresden. Foto: Frank Exß, DMG, DML-Lizenz

Das Albertinum in Dresden. Foto: Frank Exß, DMG, DML-Lizenz

Studenten der TU Dresden entwickeln Audio-Führer in „leichter Sprache“

Dresden, 11. Juni 2018. Auch Menschen, die mit langgedrechselten Bandwurmsätzen nichts anfangen können, sollen die holde Kunst der Malerei genießen und verstehen können. Deshalb entwickeln Germanistik-Studenten der TU Dresden derzeit spezielle Audio-Führer, die Besucher in leichter Sprache ausgewählte Gemälde im Albertinum Dresden erläutern.

Zuerst herausfinden, welche Kunst die Zielgruppe wirklich interessiert

Um zunächst herauszufinden, welche Kunstwerke für ihre besondere Zielgruppe besonders interessant sind, führen Kunsthistoriker diese besucherklientel in kleinen Gruppen durch das Albertinum. „Die dabei entstehenden Gespräche zu den Objekten werden aufgezeichnet und transkribiert“, teilte die TU mit. Während des Seminars „Leichte und einfache Sprache“ sprechen die Studenten dann auf dieser basis leicht verständliche Erklärungstexte über diese Bilder ein. „Mit Hilfe von Barcodes am Ausstellungsobjekt können die Besucher des Museums diese Audiodateien dann über eine mobile Webseite abrufen“, so die Uni.

Erste Audio-Führer ab Oktober 2018

„Barrierefreie Kommunikation im Albertinum“ ist ein gemeinsames Projekt der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD), der Professur für Germanistische Linguistik und Sprachgeschichte sowie der Medieninformatik an der TU Dresden. Die ersten Audio-Guides sind voraussichtlich ab Oktober 2018 verfügbar, kündigte die TU Dresden an.

Auszug aus einer Adaption von Shakespeares "Romeo und Julia" in Einfacher Sprache. Ein Stichwortverzeichnis erklärt schwierige Wörter. Repro: Heiko Weckbrodt

Auszug aus einer Adaption von Shakespeares “Romeo und Julia” in Einfacher Sprache. Ein Stichwortverzeichnis erklärt schwierige Wörter. Repro: Heiko Weckbrodt

Einfache und leichte Sprache

Texte in „einfacher Sprache“ und „leichter Sprache“ sind kurz. Sie sind einfach gebaut. Und diese Texte verzichten weitgehend auf Fremdworte. Sie richten sich zum Beispiel an Menschen, die Leseschwächen haben, aber auch an geistig Behinderte.

Autor: Heiko Weckbrodt