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Magnetsinn für den Menschen und Elektronik für den Kompost

Fraunhofer entwickelt kompostierbare Elektronik. Abb.> Fraunhofer FEP Dresden

Fraunhofer entwickelt kompostierbare Elektronik. Abb.: Fraunhofer FEP Dresden

Sachsen für findige Ideen belobigt

Dresden/Berlin, 4. Juni 2018. Um die Hightechmüll-Berge auf Erden zu mindern, entwickeln Dresdner Fraunhofer-Ingenieure derzeit kompostierbarer Elektronik. Leiterbahnen und andere Bauteile sollen sich von selbst so zersetzen, dass sie die Umwelt nicht weiter belasten. Für dieses Konzept hat die Bundesinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ das Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik (FEP) Dresden heute in Berlin als eine von deutschlandweit 100 Innovationen ausgezeichnet.

Ultradünne biegsame Magnetsensoren können für die Orientierung im Raum. für Virtual-reality-Spiele und dergleichen mehr von Nutzen sein. Abb.. HZDR

Ultradünne biegsame Magnetsensoren können für die Orientierung im Raum. für Virtual-Reality-Spiele und dergleichen mehr von Nutzen sein. Abb.. HZDR

Biegsame magnetische werden zur zwieten Haut

Unter den Preisträgern waren insgesamt sechs Projekte aus Sachsen. Dazu gehört zum Beispiel eine Magnethaut, an der Dr. Denys Makarov vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf arbeitet: Sie soll Menschen einen sechsten, magnetischen Sinn verleihen. Mit solch einem Sinn hätten sich seinerzeit Hänsel und Gretel nicht in der Wildnis verirren können: Sie hätten nur die Hand ausgestreckt und gefühlt, wo Norden ist.

Geschäftsführer Marcus Stein von der Watttron Freital inszpiziert die Demonstrator-Maschine, die Thermoplaste energiesparend in Verpackungen verwandelt. Foto: Heiko Weckbrodt

Geschäftsführer Marcus Stein von der Watttron Freital inszpiziert die Demonstrator-Maschine, die Thermoplaste energiesparend in Verpackungen verwandelt.
Foto: Heiko Weckbrodt

Weitere Preisträger aus Sachsen:

– die junge Firma „Watttron“ aus Freital, die mit ihrer zielgenauen Heiztechnologie „Cera2heat“ die Joghurtbecher-Müllberge abtragen will

Ursprünglich woillte Prof. Christof Fetzer von der TU Dresden nur sein Haus effektiv heizen. Entstanden ist daraus ein innovatives Konzept, die Abwärme dezentraler Rechenzentren ökologischer zu nutzen. Foto: Cloud & Heat, Seedmatch

Ursprünglich woillte Prof. Christof Fetzer von der TU Dresden nur sein Haus effektiv heizen. Entstanden ist daraus ein innovatives Konzept, die Abwärme dezentraler Rechenzentren ökologischer zu nutzen. Foto: Cloud & Heat, Seedmatch

– Cloud&Heat, die die Abwärme von Rechenzentren zum Hausheizen einsetzen

– die Kooperation von japanischen und sächsischen Organikelektronik-Forschern auf Vermittlung des „Organic Electronics Saxony“ und die

– Firma Wisefood GmbH aus Langenbernsdorf, die essbare Strohhälme aus Obstresten herstellt.

„Deutschland – Land der Ideen“ ist die gemeinsame Standortinitiative der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft. Organisator ist die Deutsche Bank.

Autor: hw