News, Wirtschaft, zAufi
Schreibe einen Kommentar

Liacon startet Mitte 2018 neue Batteriefabrik in Sachsen

Liacon setzt für seine Batterien auf Lithium-Titanat-Polymer-Zellen. Foto: Liacon

Liacon setzt für seine Batterien auf Lithium-Titanat-Polymer-Zellen. Foto: Liacon

Unternehmen investiert rund 50 Millionen Euro in Ottendorf-Okrilla

Ottendorf-Okrilla/Itzehoe, 18. April 2018. Der Stromspeicher-Hersteller Liacon aus Itzehoe in Schleswig-Holstein will Mitte 2018 mit der Produktion von Lithium-Titanat-Polymer-Batterien in einer neuen Fabrik in Ottendorf-Okrilla nördlich von Dresden beginnen. Das Unternehmen hatte bereits angekündigt, bis zu 160 Mitarbeiter zu beschäftigen und rund 50 Millionen Euro in ein aufgekauftes Werks-Gelände zu investieren. Offizielle Baustart war im März 2018.

Größtes Werk für Lithium-Titanat-Polymer-Batterien in Europa

Man wolle „die größte Zell- und Modul-Fertigung ihrer Art in Europa“ aufbauen, kündigte das Unternehmen an. „Auf der Suche nach einem Standort für den Ausbau unserer Zell-Produktion hat uns der Wirtschaftsstandort Sachsen überzeugt“, betonte Liacon-Geschäftsführer Volker Kölln. „Die hier bei Forschungspartnern und Zulieferern vorhandene herausragende Kompetenz in Bezug auf Energiespeichertechnologien und die gut ausgebildeten Fachkräfte bieten uns als Unternehmen alles, was wir für unsere zukünftige Entwicklung benötigen.“ Auch habe ihn die Unterstützung durch die Wirtschaftsförderung Sachsen (WFS) überzeugt.

Über Liacon

Liacon entstand laut eigenen Angaben „in enger Kooperation“ mit den Fraunhofer-Instituten ISIT (Institut für Silicium-Technologien, Itzehoe) und ISE (Institut für Solare Energien, Freiburg). Das Unternehmen hat sich vor allem auf größere stationäre Energiespeicher spezialisiert. Diese Batterie-Speicher können zum Beispiel Stadtwerke, Rechenzentren und andere Großverbraucher einsetzen, um eine unterbrechungsfreie Stromversorgung abzusichern.

Die Pilotanlage von Sunfire in Dresden-Reick hat mit der Dieselproduktion aus Luft, Wasser und Ökostrom begonnen. Foto: Sunfire/ Cleantech Media

Die Pilotanlage von Sunfire in Dresden-Reick kann Diesel aus Luft, Wasser und Ökostrom produzieren. Foto: Sunfire/ Cleantech Media

Über den Energiespeicher-Standort Dresden

In und um Dresden haben sich mehrere Institute und Unternehmen angesiedelt, die sich mit modernen Energietechnologien beschäftigen. Dazu gehören die Fraunhofer-Institute in der sächsischen Landeshauptstadt, die unter anderem an Lithium-Schwefel-Batterien und Hochtemperatur-Brennstoffzellen arbeiten. Im Kamenz nördlich von Dresden betreibt Daimler eine Autobatterie-Fabrik. In Dresden entwickelt Sunfire diverse Systeme, die aus Strom, Luft und Wasser Kraftstoffe erzeugen. Auch viele kleine Firmen wie beispielsweise Scaba arbeiten an neuen Batteriekonzepten.

Autor: Heiko Weckbrodt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.