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Elektroauto-Flotte wächst in Sachsen nur langsam

Das BMW-Werk in Leipzig baut ab Juli 2016 diese "Protonic Red Edition" des Hybrid-Sportwagens i8. Foto: BMW
Hybrid-Sportwagen i8 aus dem BMW-Werk Leipzig. Foto: BMW

Nur jedes 200. neue Auto in Sachsen ist ein Stromer

Kamenz, 1. Februar 2018. Im Tempo einer siechen Schnecke wächst die Elektroautoflotte in Sachsen: Im Jahr 2017 wurden in Sachsen 620 Stromer neuzugelassen. Dies ist zwar eine Verdoppelung zum Vorjahr (293 neue E-Autos). Gleichzeitig entspricht das aber nur einem Anteil von 0,5 Prozent an den insgesamt 123. 984 neu zugelassenen Autos im Freistaat. Das geht aus einer Mitteilung des Statistischen Landesamtes Sachsen in Kamenz hervor. Zum Vergleich: Bundesweit hatten die Stromer einen Anteil von 0,7 Prozent an allen Neuzulassungen.

Im Zweifelsfall entscheiden sich die Sachsen eher für ein Hybridauto

Die Sachsen tendieren anscheinend mehr den Hybridautos zu, die sowohl durch Elektro- wie auch Verbrennungsmotoren angetrieben werden: Sie meldeten 2017 insgesamt 3593 Hybrid-Pkw an und damit 64 Prozent mehr als im Jahr 2016. Dies entspricht in Sachsen einem Anteil von 2,9 Prozent aller Auto-Neuzulassungen. Bundesweit waren es nur 2,5 Prozent.

Neuzugelassene Autos in Sachsen 2012-2017 nach Antriebsarten (Benziner, Diesel, Elektro etc.). Tabelle: Statistisches Landesamt Kamenz
Neuzugelassene Autos in Sachsen 2012-2017 nach Antriebsarten (Benziner, Diesel, Elektro etc.). Tabelle: Statistisches Landesamt Kamenz

Diesel sackt ab

Ziemlich an Popularität eingebüßt hat der Diesel-Motor: „Während die Gesamtzahl der Neuanmeldungen um 3,1 Prozent im Vorjahresvergleich stieg, sank die Zahl der Dieselfahrzeuge um zehn Prozent auf 41 110“, informierten die Landesstatistiker. „Nur noch ein Drittel aller Pkw-Neuanmeldungen hatte einen Dieselmotor. Dagegen bedeuteten 78 401 benzingetriebene Pkw einen Anstieg um neun Prozent, das waren 63 Prozent aller neu zugelassenen Pkw.“ hw

 

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger

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