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Milliarden-Umätze mit „Industrie 4.0“

Mit dieser software-vernetzten Lego-Fabrik demonstriert das Dresdner Internet-Unternehmen "T-Systems MMS" gern die integrierten Produktions-, Bestell- und Vertriebsprozesse in der Industrie 4.0. Foto (bearbeitet, freigestellt): Heiko Weckbrodt
Mit dieser software-vernetzten Lego-Fabrik demonstriert das Dresdner Internet-Unternehmen „T-Systems MMS“ gern die integrierten Produktions-, Bestell- und Vertriebsprozesse in der Industrie 4.0. Foto (bearbeitet, freigestellt): Heiko Weckbrodt

Starke Zuwächse zeichnen sich ab

Berlin/Hannover, 24. april 2017. Noch steht die Nachautomatisierung und Vernetzung der deutschen Wirtschaft erst am Anfang, doch bereits jetzt sorgen „Industrie 4.0“-Lösungen für Milliarden-Umsätze. Darauf hat der deutsche Digitalverband „Bitkom“ anlässlich der Hannovermesse hingewiesen.

Demnach legt der Umsatz von Robotertechnik, Software und anderen Produkten für hochautomatische Fabriken in diesem Jahr um ein Fünftel auf dann 5,9 Milliarden Euro zu. Für 2018 prognostiziert der Verband etwa 7,2 Milliarden Euro Umsatz mit „Industrie 4.0“-Technik.

Die Umsätze mit Industrie-4.0-Technik wachsen. Grafik. Bitkom
Die Umsätze mit Industrie-4.0-Technik wachsen. Grafik. Bitkom

4. Industrielle Revolution erwartet

Deutsche Wirtschaftspolitiker, Forscher und Manager verstehen unter „Industrie 4.0“ die vierte industrieelle Revolution nach Dampfmaschine, Elektrifizierung und Fließband. Sie erhoffen sich einen Produktivitäts-Sprung um etwa ein Drittel, wenn Automatisierungslücken in Industriefabriken geschlossen, alle Warenflüsse digital abgebildet und alle Glieder der Wertschöpfungsketten vollständig vernetzt sind. Dafür werden unter anderem spezielle Transportsysteme, bessere Roboter, schnellere Datenfunk-Lösungen und hochsichere Betriebssysteme als Schutz vor Industrie-Spionage benötigt – sowie sehr viele Computerchips und Sensoren, die sehr wenig Strom verbrauchen. Allerdings sind sich viele Marktbeobachter inzwischen darüber einig, dass die „Industrie 4.0“

Viel Nachfrage aus Maschinen- und Anlagenbau

Die stärkste Nachfragesteigerung für derartige Technik komme derzeit vor allem aus dem Maschinen- und Anlagenbau: „Im Maschinen- und Anlagenbau können die Unternehmen auf eine große Menge an Daten zurückgreifen, um effizienter zu produzieren, etwa auf Betriebs-, Zustands- und Umfelddaten“, schätzte Bitkom-Präsidiumsmitglied Winfried Holz ein. „Zudem können die eigenen Produkte mit Industrie-4.0-Technologien ausgestattet werden, um so beispielsweise neue Dienstleistungen anzubieten.“

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger

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