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IG Metall: VW soll Dresden zu elektromobiler Hochburg machen

VW hat die Phaeton-Produktion in der Gläsernen Manufaktur Dresden gestoppt. Derzeit stellt das Unternehmen dort Visionen für eine elektromobile Zukunft aus. Ab 2017 will der Konzern wieder produzieren. Doch die Frage ist: Was?. Foto: Heiko Weckbrodt
VW hat die Phaeton-Produktion in der Gläsernen Manufaktur Dresden gestoppt. Derzeit stellt das Unternehmen dort Visionen für eine elektromobile Zukunft aus. Ab 2017 will der Konzern wieder produzieren. Doch die Frage ist: Was?. Foto: Heiko Weckbrodt

Gewerkschaftler diskutieren auf Konferenz in Dresden

Dresden, 20. September 2016. Der Volkswagen-Konzern soll Dresden zu einem Zentrum der Elektromobilität machen. Das hat „IG Metall“- Bezirksleiter Olivier Höbel heute zum Auftakt einer Gewerkschafts-Konferenz „Perspektiven in der Automobilindustrie in Ostdeutschland“ in Dresden gefordert.

„Starkes Signal zum Ausbau der Elektromobilität“ erwartet

„Aus Dresden muss in den nächsten Monaten ein starkes Signal zum Ausbau der Elektromobilität kommen“, betonte der IG-Metall-Chef für den Gewerkschaftsbezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen. „Die Gläserne Manufaktur von Volkswagen braucht einen festen Platz in der Elektromobilitätsstrategie des VW-Konzerns. Der Freistaat Sachsen, die Stadt Dresden und Volkswagen haben die Chance und die Herausforderung, die Stadt Dresden und die Gläserne Manufaktur zu einem wirklichen Schaufenster der Elektromobilität zu machen. Wir erwarten, dass bis Ende des Jahres von Volkswagen die Pflöcke für die Zukunft und sichere Aufstellung des Standorts Dresden im Rahmen der E-Mobilitätsstrategie des Konzerns eingeschlagen werden.“

Phaeton-Produktion in Dresden gestoppt

Volkswagen hatte die Phaeton-Produktion in seiner Gläsernen Manufaktur in Dresden im Frühjahr eingestellt und will im Herbst seine weiteren Pläne für den Standort vorstellen. Derweil zeigt der Konzern eine Elektroauto-Ausstellung im transparenten Werk. Erst kürzlich hatte VW dort zudem mit dem Bau einer Solar-Elektrotankstelle begonnen.

Digitalisierung und Arbeit 4.0 im Fokus

Zur IG-Metall-Konferenz sind rund 60 Betriebsräte, Vertrauensleute und Experten diskutieren heute im „Wyndham Garden Dresden“-Hotel über die „Arbeitskräftesicherung in der ostdeutschen Automobilindustrie“, „Die Digitalisierung und ihre Folgen für Qualifikation und Beschäftigung“ und die Arbeitsmodelle in der Industrie 4.0.

Zum Weiterlesen:

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Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger

Ein Gedanke zu „IG Metall: VW soll Dresden zu elektromobiler Hochburg machen

  • Der im vergangenen in Berlin stattgefundene #SUGermanySummit (der ersten http://singularityu.org Veranstaltung auf deutschem Bodem) zeigte bereits in welche Richtung VW unterwegs ist: Digitalisierung & Elektromobilität

    Dass diese Vision nicht von heute auf morgen vollständig in Realität umgesetzt sein wird dürfte klar sein. Ein klares Signal hat VW bereits im April unmittelbar vor der Konferenz mit einer Kooperationsvereinbarung mit Singularity University manifestiert: http://www.volkswagenag.com/content/vwcorp/info_center/de/news/2016/04/singularity.html

    Man darf also mehr als nur gespannt sein, vor allem da die technologischen Felder, die mit Digitalisierung skalieren dürften im Forschungsbereich bereits in Dresden vorhanden sind (#AdditiveManufacturing, #MaterialScience, #SachsenIndustrie40, #Industrie40, #5G, etc.)

    https://twitter.com/search?q=%23sugermanysummit%20&src=typd – die 2017-Ausgabe von #SUGermanySummit ist bereits in der Umsetzung

    Disclosure: persönlich seit den ersten Kontakten zu Singularity University im Frühjahr 2009 und durch Teilnahme am diesjährigen #SUGermanySummit sowie als Mitinitiator von XPRIZE Think Tank Dresden, http://twitter.com/XPRIZETTDresden eng mit exponentiellen Technologien und nach Silicon Valley verbunden.

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