Medizin & BiotechNewszAufi

Elektroden schalten den Rückenschmerz ab

Neurochirurg Dr. Tareq Juratli zeigt seiner Patientin Sylvia Hesse ein Modell der implantierten Batterie. Foto: Uniklinik Dresden
Neurochirurg Dr. Tareq Juratli zeigt seiner Patientin Sylvia Hesse ein Modell der implantierten Batterie. Foto: Uniklinik Dresden

Dresdner Neurochirurgen setzen Patienten SCS im Rücken ein

Dresden, 6. Juli 2016. Um Patienten mit starken und anders nicht therapierbaren Rückenschmerzen zu helfen, schalten Neurologen des Uniklinikums Dresden bei diesen Menschen über Elektroden und elektrische Impulse am Rückenmark die Schmerzsignale aus. Diese Methode nennt sich „rückenmarksnahe Elektrostimulation“ (englisch: Spinal Cord Stimulation = SCS). Die Methode habe sich inzwischen bewährt, haben heute die Dresdner Neurochirurgen berichtet.

Nach Bandscheibenvorfall ständige Angst vor Schmerzanfällen

Die heute 50-jährige Sylvia Hesse ist eine dieser Patientinnen. Sie erlitt vor über 15 Jahren einen schweren Bandscheibenvorfall, informierte das Uniklinikum. Seitdem hatte sie immer wieder Schmerzen, konnte nicht mehr als Altenpflegerin arbeiten. „Das waren brennende Schmerzen vom unteren Rücken bis zu den Zehen“, erinnert sie sich. Ihr Leben habe sich nur noch um die Angst vor noch stärkeren Schmerzattacken gedreht.

Daher setzten ihr die Dresdner Neurochirurgen unter ständiger Röntgenkontrolle am Rückenmark ein. Danach verbanden sie diese Elektroden mit einem batteriebetrieben Impulsgeber, über den die Patientin die SCS selbst einstellen kann. Der Impulsgeber sendet elektrische Signale an Nervenstränge am Rückenmark, die verhindern, dass die Schmerzsignale am Gehirn ankommen.

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger

Schreibe einen Kommentar