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Milliardenprogramm für Mikroelektronik gestartet

Montage: Alexander Eylert

60 Millionen Euro fließen beim ECSEL-Programm 2015 in Mikroelektronik-Projekte mit sächsischer Beteiligung. Montage: Alexander Eylert. Montage: Alexander Eylert

Bund gibt davon eine Milliarde für Investitionen in Halbleiterindustrie

Berlin, 6. Juli 2016. Die deutsche Regierung beteiligt sich bis zum Jahr 2020 mit einer Milliarde Euro an einem neuen europäischen Investitions-Programm in der Mikroelektronik. Das hat heute Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) angekündigt.

Gabriel: Mikroelektronik ist zentral für Innovationsstandort

„Die Mikroelektronik ist ein zentraler Baustein für den industriellen Innovationsstandort Deutschland“, betonte Gabriel. „Daher werden wir gemeinsam mit anderen EU-Mitgliedsstaaten ein Investitionsprogramm Mikroelektronik als wichtiges Vorhaben von gemeinsamem europäischen Interesse (IPCEI) starten. Damit setzen wir für Europa ein deutliches innovationspolitisches Signal zugunsten von Wachstum und Wohlstand durch Hightech-Investitionen.“

Die Wirtschaft werde zur Bundesmilliarde weitere 2,3 Milliarden Euro für das Investitionsprogramm drauflegen, informierte das Ministerium. Über einen europäischen Verbund wollen sich auch auch Frankreich, Italien, Niederlande, Österreich und Großbritannien am IPCEI-Projekt beteiligen, das de facto für die Halbleiter-Industrie Ausnahmen von den Subventionsregeln der EU einräumt. Insgesamt soll damit ein zuätzliches Investitionsvolumen von etwa 6,5 Milliarden Euro für die Jahre 2017 bis 2020 aktiviert werden, so die Hoffnung der Wirtschaftspolitiker. Allerdings sind solche Beträge in der Halbleiter-Branche keineswegs riesig: Heute kostet eine einzige Chip-Großfabrik über fünf Milliarden Euro.

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