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Schülerrechenzentrum Dresden trommelt „Ehemalige“ zusammen

Junge Programmierer bei der Arbeit im Schülerrechenzentrum Dresden. Foto: hw

Junge Programmierer bei der Arbeit im Schülerrechenzentrum Dresden (Archivaufnahme). Foto: hw

Seit 30 Jahren deutschlandweit einmalige Begabtenförderung für junge Programmierer

Dresden, 9. Oktober 2014: Ideell war das Dresdner „Schülerrechenzentrum“ (SRZ) ein Kind der SED-Hightech-Propaganda der 1980er Jahre, entwickelt hat es sich rasch zu einem Anlaufpunkt für begabte Jung-Programmierer – und ist bis heute deutschlandweit einmalig geblieben. 30 Jahre nach der offiziellen Gründung wollen die Betreiber und Unterstützer nun die ehemaligen Schüler dieser Begabten-Fördereinrichtung zusammentrommeln: Die Dresdner Software-Firma „Saxonia Systems“, die das Zentrum seit Jahren unterstützt, will am 16. Oktober 2014 eine Jubiläumsfeier im internationalen Kongresszentrum Dresden ausrichten.

SED wollte Talent-Akquise für DDR-Computerkabinett unterstützen

Robotron stattete das Schülerrechenzentrum mit Computern aus. Foto: hw

Robotron stattete das Schülerrechenzentrum mit Computern aus. Foto: hw

Eigentlich hatte die SED-Bezirksleitung Dresden bereits am 4. Februar 1983 beschlossen, solch ein Zentrum einzurichten, um Talente für das DDR-Computerkombinat „Robotron“ zu finden und zu fördern. Offiziell eingeweiht wurde das Schülerrechenzentrum dann aber erst anderthalb Jahre später als Einrichtung des Dresdner Pionierpalastes, ausgerüstet mit Robotron-Technik.

Nur acht Mädchen unter 141 Geförderten

Nach der politischen Wende stand die Begabtenförderung auf der Kippe. Schließlich übernahm die TU Dresden die Trägerschaft. Hightech-Unternehmen wie Infineon und Saxonia Systems steuerten Geld und neue Technik bei. Erst kürzlich ist das Zentrum in neue Räume im Gymnasium Bürgerwiese umgezogen. Derzeit fuchsen sich dort 141 Schüler – darunter acht Mädchen – in die höheren Weihen von Programmierung, Elektronik und App-Gestaltung ein. Autor: Heiko Weckbrodt

-> Wer die Jubiläums-Party besuchen möchte, kann sich bis zum 14. Oktober 2014 per E-Mail an peggy.berger@par-x.de und per Telefon 0351-49701-343. Willkommen sind nicht nur „Ehemalige“, sondern auch Besucher, die sich fürs SRZ interessieren.

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