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Xenon Dresden rechnet mit Umsatzplus

Die hochautomatisierten Sonderanfertigungen von Xenon sind gefragt, weltweit sind mittlerweile rund 1000 Maschinen der Dresdner in Betrieb. Hier eine Montage für Automobil-Einspritzsysteme. Abb.: Xenon

Die hochautomatisierten Sonderanfertigungen von Xenon sind gefragt, weltweit sind mittlerweile rund 1000 Maschinen der Dresdner in Betrieb. Hier eine Montage für Automobil-Einspritzsysteme. Abb.: Xenon

Sondermaschinenbauer sieht starke Nachfrage aus Automobilsektor

Dresden, 9. Mai 2014: Beim Dresdner Sonderanlagen-Hersteller „Xenon“ brummt das Geschäft gegen den Trend: Während die Dresdner Industrie insgesamt mit schrumpfenden Umsätzen kämpft, steigt die Nachfrage für die Spezialmaschinen von Xenon. Die Umsätze und die Belegschaft wachsen.

Kunden wie Bosch, Continental und Sennheiser gewonnen

Stehen für eine ostdeutsche Erfolgsgeschichte: Die Xenon-Chefs Hartmut Freitag (l.) und Tobias Reissmann. Firmemgründer Eberhard Reissmann ist inzwischen in den Ruhestand gewechselt. Abb.: Xenon

Xenon-Chefs Hartmut Freitag (l.) und Tobias Reissmann. Abb.: Xenon

„Wir haben Kunden wie Bosch und Continental für größere Projekte gewinnen können“, teilte Hartmut Freitag – zusammen mit Tobias Reißmann Geschäftsführer des Unternehmens – mit. Vor allem aus der Automobilindustrie gebe es eine große Nachfrage für die Spezialanfertigungen der Dresdner, aber auch von regionalen Mittelständlern wie „i2s“. Zudem habe das Unternehmen einen größeren Auftrag des Audio-Spezialisten „Sennheiser“ bekommen, Fertigungsanlagen für Kopfhörer-Wandler zu konstruieren.

14 Prozent mehr Umsatz

Die gute Auftragslage schlug sich auch in neuen Jobs nieder: Die Belegschaft stiegt von 147 Mitarbeitern im Jahr 2012 auf 168 Beschäftigte. Der Umsatz kletterte von 18,3 Millionen Euro (2012) um 15 Prozent auf rund 21 Millionen Euro. Für dieses Jahr rechnet Freitag mit einer weiteren Steigerung auf über 25 Millionen Euro.

Modular-Pfad soll Kosten sparen

Nach den jüngsten Werks-Erweiterungen fokussiert Xenon seine Investitionen derzeit auf Forschung und Entwicklung: Hatte das Unternehmen anfangs jede Anlage für seine Kunden einzeln neu konstruiert, setzten die Dresdner Ingenieure nun auf eine Modularisierung, was heißt: Gehen neue Aufträge ein, versuchen sie die gewünschten Fertigungsanlagen aus bereits vorkonstruierten Maschinenmodulen zusammenzustellen, um Kosten zu sparen.

Ex-Robotroner spezialisierten sich auf hochautomatisierte Taktstraßen

Quelle: Xenon

Quelle: Xenon

Xenon Dresden war im Juni 1990 von ehemaligen Mitarbeitern des DDR-Computerkombinats „Robotron“ gegründet worden. Das Ingenieur-Unternehmen konzentrierte sich auf hochautomatisierte und für spezielle Kundenwünsche konstruierte Fertigungsanlagen. Seit der Gründung hat das Unternehmen laut eigenen Angaben weltweit über 1000 solcher Maschinen ausgeliefert, zum Beispiel für die Automobil-, Elektronik-, Solar- und Medizintechnik-Industrie. Autor: Heiko Weckbrodt

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