Alle Artikel mit dem Schlagwort: Systembiologie

Die Maus öffnet für Kinder die 3D-Höhle im „Zentrum für Systembiologie Dresden“ (CSBD). Foto: CSBD

Der Wurm wird für Kinder zum 3D-Kino

Dresder Systembiologen öffnen ihre Höhle zu virtuellen Welten Dresden, 1. Oktober 2018. Wie in einem 3D-Kino können Kinder zum Nationalfeiertag am 3. Oktober 2018 in Dresden durch das Innere eines Fadenwurms oder über die Leber einer Maus spazieren. Möglich macht dies eine Hightech-Höhle („Cave“) für „Virtuelle Realität“ (VR) im „Zentrum für Systembiologie Dresden“ (CSBD), die an diesem Tag für kleine Besucher geöffnet ist.

Millionenfach vergrößerte 3D-Ansicht eines Fruchtfliegen-Embryos im Cave des Zentrums für Zellbiologie Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Wie aus Molekülen ein Wesen wird

Neues Zentrum für Systembiologie Dresden sucht den zündenden Funken für das Leben Dresden, 31. Mai 2017. Internationale Genetiker, Physiker, Biologen und andere Forscher wollen in einem lichtdurchfluteten Kubus in Dresden-Johannstadt wissenschaftliches Neuland beschreiten. Sie möchten endlich wissen, was ganz genau in der Welt der Atomverbindungen passiert, wenn ein Lebewesen wächst. Womöglich, so die stille Hoffnung, erkennen sie dabei gar den zündenden Funken, der aus normaler Materie Leben macht. „Wenn wir endlich durchschauen, wie Leben auf molekularer Ebene zum Beispiel bei einer Fruchtfliege funktioniert, können wir auch uns selbst besser verstehen“, ist jedenfalls der aus den USA stammende Bioinformatik-Star Prof. Gene Myers überzeugt, der heute an der Pfotenhauerstraße das neue Zentrum für Systembiologie Dresden (CSBD) eröffnet hat.

Abb.: Uniklinik Dresden

Computerprophet für Leukämie-Therapie

Bund gibt 3,2 Millionen € für Dresdner Forschungsprojekt Dresden, 2. April 2015: Der Dresdner Systembiologe Prof. Ingo Röder will mathematische Prognose-Modelle entwickeln, die den Verlauf und Behandlung von Leukämie und anderen Blutkrankheiten individuell voraussagen. Die Zukunftsvision: Ärzte können bei der Visite im Krankenhaus zum Beispiel mit einem iPad eine Simulation abrufen, welcher konkreter Krankheitsverlauf beim Patienten zu erwarten ist und welche Medikamente wann zu verabreichen sind. Das Bundesforschungsministerium hat 3,2 Millionen Euro für dieses Projekt am Uniklinikum Dresden zugesagt.

Postdoc Nicola Maghelli rackert im Zentrum für Systembiologie gerade an neuartigen Mikroskopen. Foto: Sven Doering / Agentur Focus

Dresdner Systembiologen feilen an Supermikroskopen

Erste Arbeitsgruppen am neuen Planck-Zentrum forschen bereits Dresden, 20. Oktober 2014: Natürlich wissen wir aus dem Schulunterricht: Am Anfang stehen Kohlen-, Wasser-, Sauerstoff, am Ende der Kette ein Mensch oder ein anderes Lebewesen, das zu höchst erstaunlichen Dingen imstande ist. Doch was passiert eigentlich dazwischen? Wie kommt es, dass aus ein paar Atomen, die sich verbinden und immer komplexere Strukturen generieren, am Ende eine Kreatur wird? Diesen Urgeheimnissen des Lebens an der Schnittstelle von Physik, Chemie und Biologie wollen die Forscher im neuen „Zentrum für Systembiologie“ in Dresden-Johannstadt auf die Schliche kommen. Die ersten Forschergruppen haben dort inzwischen begonnen, neue computergestützte Supermikroskope zu konstruieren und selbstorganisierende biologische Systeme zu untersuchen.

Eugene Myers. Abb.: MPI-CBG

„Das wird richtig cool“ – Starforscher Gene Myers über das Dresdner Systembiologie-Zentrum

Dresden, 28. August 2014: Der US-Bioinformatiker Eugen Myers leitet das neue Zentrum für Systembiologie der Max-Planck-Gesellschaft in Dresden-Johannstadt. Oiger-Redakteur Heiko Weckbrodt hat den 60-jährigen Professor und Genetik-Star über den Sinn und Zweck des Ganzen befragt. Mir ist natürlich klar: Ein Forscher sucht immer nach Antworten. Aber wozu ist das Zentrum unterm Strich eigentlich nütze? Myers: Wenn wir hier biologische Zusammenhänge erkennen, kann das letztlich zu einer neuen Medizin, zu neuen Therapien führen – und das betrifft uns alle. Auch sollte man nicht vergessen, dass hier hochkarätige Jobs entstehen, internationale Top-Forscher nach Dresden kommen. Und ich halte es für denkbar, dass aus deren Forschungen auch Firmenausgründungen entstehen, wenn ich da zum Beispiel an unsere Mikroskop-Entwicklungen denke.

Gene Myers (r.) freut sich sichtlich über den Baustart für sein Systembiologie-Zentrum in dresden- Foto: Heiko Weckbrodt

Physiker schauen der Natur unter die Motorhaube

Baustart für Planck-Zentrum für Systembiologie in Dresden Dresden, 28. August 2014: Der US-Bioinformatik-Star Eugene Myers sowie Vertreter aus Politik und Wissenschaft haben gestern an der Pfotenhauer Straße die ersten Spaten für das neue, 14,5 Millionen Euro teure „Zentrum für Systembiologie Dresden“ (CSBD) in den Johannstädter Boden gerammt. In dem Zentrum der Max-Planck-Gesellschaft wollen rund 130 Physiker, Informatiker, Biologen, Mathematiker und andere Forscher unter Myers Leitung interdisziplinär herausbekommen, wie aus einzelnen organischen Atomverbindungen zunächst molekulare Motoren, dann biologische Zellen und schließlich komplette Lebewesen entstehen.

So soll das neue Zentrum für Systembiologie in Dresden aussehen. Visualisierung: Max-Planck-Gesellschaft

Bald Baustart für Planck-Zentrum für Systembiologie in Dresden

Sachsen gibt 26 Millionen Euro für interdisziplinären Neuansatz Dresden, 21. August 2014: Die Max-Planck-Gesellschaft beginnt in der kommenden Woche damit, ein interdisziplinäres „Zentrum für Systembiologie“ (CSBD) in Dresden zu errichten. Darin werden über 100 internationale Biophysiker, Bildanalysten, Physiker, Genetiker und Experten für Hochleistungsrechnens gemeinsam forschen. Der Freistaat Sachsen hat dafür 26 Millionen Euro Anschub-Finanzierung zugesagt.

Köpfung nutzlos: Supercomputer-Projekt simuliert wundersamen Nachwachs-Wurm

„Virtual Planarian“ soll mit systembiologischen Methoden Selbstreparatur von Organen ergründen Dresden, 12. Februar 2013: Das hätte Altpirat Klaus Störtebeker oder Lord Stark aus dem „Lied von Eis und Feuer“ wohl gut gefallen: Kaum hat der Henker den Kopf abgehackt, wächst auch schon ein neuer nach. Leider haben Menschen diesen Dreh noch nicht so recht raus, wohl aber solch ein viel verachtetes Geschöpf wie der gemeine Flachwurm (Planarian). Der kann Schwanz, Organe, ja sogar seinen Kopf regenerieren, wenn er verletzt ist. „Selbst in kleinste Teile zerlegt, wächst aus jedem Stück wieder ein komplettes Tier“, ist Biologe Dr. Jochen Rink vom Dresdner Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) immer wieder fasziniert. Gemeinsam mit TU-Informatiker Dr. Lutz Brusch will er nun in aufwendigen Supercomputer-Simulationen heraus bekommen, wie der kleine Wurm das schafft.

Gene Myers will in Dresden den Bauplan des Lebens entschlüsseln

Neues Zentrum für Systembiologie: Wie verleiht DNA dem Menschen Form und Fähigkeiten? Dresden, 1. Oktober 2012: Genetik-Star Gene Myers möchte in Dresden nichts weniger als den „Bauplan des Lebens“ entschlüsseln: Was passiert auf dem Weg zwischen DNA-Codesequenzen und einem fertigen Lebewesen? Wie gibt uns eine Abfolge von Basen-Paaren menschliche Form und Fähigkeiten? Um dies zu klären, will der Gründungsdirektor des neuen „Zentrums für Systembiologie“ zwei Super-Mikroskope bauen – „100 Mal besser als das beste Zeiss-Mikroskop, dass man kaufen kann“, wie er sagt.

Planck-Forscher planen Zentrum für Systembiologie in Dresden

Dresden, 23. August 2012: Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) und die sächsische Landesregierung wollen ein „Intersektionelles Zentrum für Systembiologie” in Dresden einrichten. Dort wollen Biologen, Genetiker, Physiker und Chemiker interdisziplinär erforschen, was sich auf molekularer Ebene zum Beispiel in einer biologischen Zelle abspielt, wenn sie sich teilt. Land Sachsen gibt 26 Millionen Euro als Anschub Das Zentrum soll in den Jahren 2014-16 in Dresden-Johannstadt errichtet werden. Die Landesregierung habe dafür eine Anschubfinanzierung von rund 26 Millionen Euro im Haushaltsentwurf eingeplant – vorbehaltlich der Zustimmung durch den Landtag, informierte Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos). Weitere Gelder für die Ausrüstung wollen die Planck- Forscher noch einwerben. So stehen mehrere Millionen Euro vom Bundesforschungsministerium in Aussicht.