Alle Artikel mit dem Schlagwort: Solarenergie

Wenn sich die Sonne verdunkelt, fallen auch die Solarkraftwerke aus. Fotos: Vattenfall, ESA, Montage: hw

Durch Sonnenfinsternis bis zu 13 Gigawatt weg

Solarparks fallen aus – Vattenfall verstärkt ostdeutsche Pumpspeicher und Kohle-Kraftwerke Cottbus, 17. März 2015: Ein kosmisches Ereignis wirft im wahrsten Sinne des Wortes seine Schatten voraus: Der Energiekonzern Vattenfall rechnet wegen der partiellen Sonnenfinsternis am Freitag mit starken Schwankungen im Stromnetz und verstärkt deshalb die Besatzung seiner ostdeutschen Pumpspeicherwerke und Braunkohle-Kraftwerke. Im Extremfall könnten bis zu 13 Gigawatt Solarenergie binnen kurzer Zeit wegfallen, die normalerweise aus Photovoltaik-Parks eingespeist werden, wenn sich der Mond am 20. März 2015 vor die Sonne schiebt, kalkuliert das Unternehmen. Nach dem Ende der Eklipse könnten dann sogar bis zu 19 Gigawatt schlagartig in die Stromnetze zurückkehren, da die Sonne dann etwa im Zenit steht.

Sunfire Dresden stellt in einer Pilotanlage aus Ökostrom, Wasser und Luft tankbare Kraftstoffe her. Foto: Sunfire

Dresdner Pilotanlage macht aus Ökostrom Diesel

Cleantech wählt „Sunfire“ in Top-100 Dresden/San Francisco, 7. Oktober 2014: Sprit aus Sonnenstrom? Klingt fast zu schön um wahr zu sein – und ist doch nun in greifbare Nähe gerückt: Die Energie-Tech-Firma “Sunfire” hat ihre Pilotanlage, die eben das bewerkstelligt, jetzt anscheinend fast betriebsbereit. Im November soll die Hochtemperaur-Anlage öffentlich vorgeführt werden und die Produktion von Diesel und anderen synthetischen Kraftstoffen aus Luft, Wasser und Ökostrom (“Power to Liquid”) beginnen, kündigte „Sunfire“ jetzt an. Die „Cleantech Croup“ aus San Francisco hält die Technologie für so vielversprechend, dass sie die Dresdner jetzt in ihre Liste der 100 vielversprechendsten Ökotech-Unternehmen weltweit aufgenommen hat.

IBM will Hochspannungs-Rechenzentren solar antreiben

Bangalore, 9.11.2011: IBM probiert neue Wege aus, um Rechenzentren auch in Entwicklungszentren ohne stabiles Stromnetz betreiben zu können. Der US-Konzern hat nun im indischen Bangalore eine Solaranlage in Betrieb genommen, die Hochspannungs-Computer direkt mit Gleichstrom versorgt. Die Anlage liefere circa 50 Kilowattstunden Strom an bis zu 330 Tagen im Jahr bei durchschnittlich fünf Stunden Leistung am Tag – dies entspreche für den Anfang rund einem Fünftel des Gesamtbedarfs des Rechenzentrums. Indem man darauf verzichte, den von den Solarmodulen gelieferten Strom erst auf Wechselstrom zu richten und herunter zu transformieren, könne zudem der Energieverbrauch eines Rechenzentrums um rund zehn Prozent gesenkt werden.