Alle Artikel mit dem Schlagwort: Sex

Der Laviu Ones soll lautlos entzücken. Foto: Laviu

Eine Million Euro für Dresdner Liebes-Spielzeug

Hightech-Dildo entzückt Internetschwarm und andere Investoren Dresden, 9. Januar 2016. Die Serienproduktion eines Hightech-Dildos aus Dresden kann beginnen: Die Gründer Julia Ryssel und Martin Cirillo-Schmidt haben mit ihrer jungen Firma „Laviu“ nun über eine Million Euro von Investoren und Kleinanlegern eingesammelt, um ihr Liebesspielzeug weiterentwickeln und produzieren zu können. Dank spezielle Aktuator-Materialien, wie sie auch in der Raumfahrt verwendet werden, soll ihr „Laviu One“ das „erste lautlos pulsierende Lovetoy“ überhaupt werden.

Laviu-Gründerin Julia Ryssel zeigt eines der neuen Liebesspielzeuge aus intelligenten Materialien. Foto. Heiko Weckbrodt

50.000 Euro für Hightech-Sexspielzeug aus Dresden

Finanzierungsziel im Internetschwarm für Lovetoys von Laviu weit übertroffen Dresden, 2. Dezember 2016. Die neuartigen Hightech-Dildos von Laviu stoßen auf sehr großes Interesse in der Internetgemeinde: Schon jetzt haben die Dresdner Entwicklerinnen von Laviu auf der Crwodfunding-Plattform „Indiegogo“ über 50.000 Euro vom Internetschwarm gespendet bekommen. Damit haben sie ihr Finanzierungsziel von 20.000 Euro bereits weit übertroffen – obwohl die Kampagne erst in zwei Wochen endet.

Laviu-Gründerin Julia Ryssel zeigt eines der neuen Liebesspielzeuge aus intelligenten Materialien. Foto. Heiko Weckbrodt

Höhepunkt durch Hochtechnologien

Pulsende Dildos: Junge Dresdner Firma baut mit Materialien aus der Raumfahrt Liebesspielzeuge Dresden, 4. November 2016. Wenn sich der Liebhaber bewegt wie ein Elektromotor und brummt wie eine Rüttelplatte auf der Baustelle, passt was nicht, ist die erotiktötende Ernüchterung nicht weit. Das muss nicht sein, fanden die Ingenieurin Julia Ryssel und der Designer Martin Cirillo-Schmidt. Sie gründeten am Körnerplatz mit Blick auf das Blaue Wunder in Dresden die Firma Laviu und konstruierten mit intelligenten Supermaterialien den „Laviu One“, das „erste lautlose, pulsierende Love Toy der Welt“, wie Ryssel es formuliert, um derbere Bezeichnungen zu meiden. Profaner ausgedrückt: einen Hochtechnologie-Dildo, der geräuschlos seine Form ändert, wenn sich frau mit ihm vergnügt. Der soll sich im geräuschlosen Einsatz ähnlich „zart und natürlich“ anfühlen wie die Ausrüstung eines menschlichen Liebhabers, verspricht die Ingenieurin.

Etwas unbeholfene Cybersex-Szene aus "Demolition Man". Szenenfoto: Warner

Jeder Vierte interessiert sich für Cyber-Sex

Frauen weit weniger fasziniert Ingolstadt, 1. September 2016. 28 Prozent aller männlichen Internetnutzer und 15 Prozent der weiblichen Nutzer interessieren sich für Sex in virtuellen Welten („Virtual Reality“). Das hat eine Umfrage der russischen Sicherheits-Softwarefirma Kaspersky und des Statistikportals „Statista“ unter 500 deutschen Internetnutzer ab 18 Jahre ergeben.

Alleinerziehende Mutter und Hure: Julia Hummer als Helena. Abb.: good!movies

DVD „Top Girl“: Herrschen oder huren

Drama über Hurenalltag und Dominanz in Berlin Stechen oder gestochen werden, das ist für die Prostituierte und alleinerziehende Mutter Helena jeden Tag aufs Neue die Frage: Entweder sie gibt den bizarren Lüsten ihrer Kunden nach oder sie inszeniert selbst deviante Orgien mit anderen Mädchen, wird ergo von der Beherrschten zur Herrscherin. Im Drama „Top Girl“, das nun auf DVD erschienen ist, reflektiert Regisseurin und Drehbuchautorin Tatjana Turanskyj insofern vor allem eines: die Mechanismen sexueller Ausbeutung.

Ist ihr Spiel intensiv genug, der Schmerz glaubhaft genug? Anaïs (Aurélie Houguenade) scheut auch vor drastischen Versuchen nicht zurück, um ganz und gar mit ihrer Rolle zu verschmelzen. Regisseur Maurice (Jean-Marie Galey) jagt sie immer weiter auf diesem ruinösen Kurs. Foto: Neue Pierrot le Fou

DVD „4:48“: Leben und Rolle verschwimmen

Nackt und schmerzvoll: Anaïs wird auf der Bühne eins mit suizidaler Dramatikerin Die blutjunge französische Schauspielerin Anaïs (Aurélie Houguenade) hat ein klares Ziel vor Augen und diesem Ziel ordnet sie schließlich ihr ganzes Privatleben unter: Sie will die Hauptrolle in Psychose 4:48“. Der lange, schmerzvolle Monolog der Dramatikerin Sarah Kane über Einsamkeit und Verzweiflung, der im Suizid gipfelt, fordert sie ganz und gar. Aufgepeitscht vom alternden (und ein wenig lüsternen) Regisseur (Jean-Marie Galey) steigert sich Anaïs immer mehr in die Rolle hinein, entblößt sich in jedem Sinne vor Regisseur und Publikum…

Abb.: hw

Sex erhöht nicht das Herzinfarkt-Risiko

Ulm, 23. September 2015. Wer herzkrank ist, kann weiter vögeln: Geschlechtsverkehr erhöht entgegen landläufigen Meinungen nicht das Herzinfarkt-Risiko, haben Mediziner der Uni Ulm herausgefunden. Sie hatten in einer Langzeitstudie mit über 500 Herzinfarktpatienten keinen Zusammenhang zwischen Sex-Häufigkeit und Herzinfarkten feststellen können.

Grafik: YouGov

Jeder 8. Deutsche fühlt sich von Technik-Zug abgekoppelt

Neues Umfrage-Buch erklärt, „Wie wir Deutschen ticken“ Köln, 10. August 2015. Die Deutschen mögen Technik, aber bei weitem nicht so vehement, wie ihnen nachgesagt wird: Zwei Drittel von ihnen kommt nach eigenem Bekunden „mit technischen Geräten klar“, nutzt aber nicht alle Funktionen. Immerhin zwölf Prozent fühlen sich durch die technische Entwicklung abgehängt: „Kaum hat man sich an etwas gewöhnt, muss man schon wieder umlernen“, so ihr Tenor. Die verbleibenden 21 Prozent sind eher Technik-Fans, freunden sich mit neuen Geräten sehr schnell an. Das geht aus dem heute vorgestellten Buch „Wie wir Deutschen ticken“ von Christoph Drösser und Holger Geißler hervor.

Der Abspritzer und die Devote treffen sich "Im Keller" - Passionen, die beide nur unterirdisch, im Geheimen ausleben. Foto: Stadtkino Filmverleih

DVD “Im Keller”: Sexsklaven, Nazi-Fans, Waffennarren

Doku über das geheime Kellerleben in Österreich Ein österreichischer Möchtegern-Westernheld hält sich für einen begnadeten Sänger und schmettert laut und falsch Arien in einem unterirdischen Schießstand. Ein behaarter Dicker putzt nackt die Wohnung und wird dann von seiner Domina als Ehe-Sklave im Sexkeller gefoltert. Ein ergrauter Hobbymusiker bläst in seinem Kellerkabinett ins Horn – gleich neben Führer-Porträt, Hakenkreuz-geschmückten SS-Puppen und Naziordensammlung. Im Alltag, da oben, geben sie sich als ganz normale Menschen, „Im Keller“ offenbaren sie ihre bizarren Seiten – und die hat Ulrich Seidl in seinem gleichnamigen Dokumentarfilm eingefangen. Der ist nun auf DVD erschienen und zeigt dunkle Abgründe hinter Biedermann-Fassaden.

Sexualzentrum: Cybersex-Sucht auf dem Vormarsch

Freiburg, 25.6.2012: Das Internet mag unser Leben in vielen Sphären verändert und uns erst richtig ins Informationszeitalter katapultiert haben – aber wenn es einen Markt ganz und gar auf neue Beine gestellt hat, dann den für Erotik und Porno. Was früher nur scheu in Bezahl-Magazinen oder gar unter der Hand zu sehen war, ist heutzutage binnen weniger Google-Klicks für Jedermann (und jede Frau) mehr oder minder gratis, in allen Facetten menschlicher Sexualität und Devianz massenhaft im Netz abrufbar. Kein Wunder also, dass das Informationszentrums für Sexualität und Gesundheit (ISG) vor einem höchst bedrohlichen Szenario warnt: “Die Sucht nach Online-Sex ist auf dem Vormarsch”, heißt es in einer Mitteilung der Vereins.

DVD „Ein Mann von Welt“: Mörder zwischen Zwergen und Sexfurien

Zwölf Jahre, nachdem er einen Nebenbuhler erschossen hat, kommt Ulrik (Stellan Skarsgård, „Breaking the Waves“) endlich aus dem Knast und das Leben scheint an ihm vorbeigegangen sein. Sein früherer Gangsterboss, der schmierige Jensen, quartiert ihn in die Bruchbude seiner sexgierigen Schwester ein, besorgt von einem lappischen Zwerg eine Knarre und schickt Ulrik zu einem neuen Killer-Auftrag. Doch der hat die Faxen dicke vom Morden und nimmt lieber einen Mechanikerjob bei einem Bonmot-sprudelenden Autowerkstattchef an. Das ist von dem norwegischen Regisseur Hans Petter Moland so schräg und lustig ins Szene gesetzt wie sich‘s anhört und ist unter dem Titel „Ein Mann von Welt“ inzwischen auf DVD erschienen.