Alle Artikel mit dem Schlagwort: Mixed Signal

Ingenieur Karsten Neumann (rechts) und Indie-Deutschlandchef Klaus Hermann inspizieren an einem Messplatz in ihrem Labor im Robolab eine Platine für einen neue entworfenen Autochip. Foto: Heiko Weckbrodt

Autoelektronik-Schmiede „Indie“ wächst in Dresden

Chipdesigner ziehen Ende 2021 vom Robotron-Campus in ein größeres Domizil im Norden Dresden, 29. Juni 2021. Die Autoelektronik-Schmiede „Indie“ expandiert in Dresden: Die deutsche Tochter des kalifornischen Halbleiter-Unternehmens „Indie Semiconductor“ wird bis Ende 2021 von 15 auf 20 Köpfe wachsen. Zum Jahresende verlässt das Team den „Robolab“-Inkubator von Robotron im Dresdner Süden und bezieht größere Büros und Labore im Waldschlösschen-Areal, um weiter wachsen zu können. Das hat der Physiker und Halbleiter-Experte Klaus Hermann angekündigt, der die deutsche Tochter für die Amerikaner Anfang 2020 gegründet hatte.

Die Lithografie-Abteilung im X-Fab-Chipwerk in Dresden. Foto: X-Fab

Nach Corona-Dämpfer geht’s bei X-Fab wieder aufwärts

Ostdeutsche Spezial-Foundry bekommt wieder mehr Chip-Aufträge für Medizinsektor und Automobilbau Erfurt/Tessenderlo, 12. Februar 2021. Der ostdeutsche Chip-Auftragsfertiger „X-Fab“ hat wegen Corona sowie Sondereffekten durch eingestellte Produkte in Frankreich im Jahr 2020 nur noch 477,6 Millionen US-Dollar (427,25 Millionen Euro) Umsatz gemacht und damit sechs Prozent weniger als im Vorjahr. Das hat X-Fab-Chef Rudi De Winter, im belgischen Tessenderlo mitgeteilt. Im letzten Quartal 2020 hätten die Umsätze aber im Jahresvergleich wieder um ein Fünftel zugelegt – vor allem getrieben durch Aufträge aus dem Medizintechnik- und Automobil-Sektor.

Die DMOS-Chefs Mario Reichel (links) und Holger Jung zeigen einen mehrfach vergrößerten Schaltkreis-Entwurf und einen Wafer mit Hunderten fertiger Chips. Foto: Heiko Weckbrodt

Spannende Chips fürs Auto

Dresdner DMOS-Designer entwerfen Hochvolt-Schaltkreise, die was wegstecken können Dresden, 9. April 2014: Wer irgendwo rund um den Erdball einen Audi, BMW, Mercedes oder Volkswagen startet, verlässt sich dabei mit einiger Sicherheit auf Chips, die in Dresden entworfen wurden. Und da ist nicht nur die Rede von den großen Infineon-Halbleiterfabriken in Klotzsche, deren Schaltkreise in zahlreichen Automobilen weltweit eingebaut werden, sondern auch von den „geheimen Champions“, die in Dresden aus den Wurzeln der DDR-Mikroelektronikindustrie gewachsen sind. Einer davon ist die „DMOS GmbH“, die von ehemaligen ZMD-Schaltkreisexperten gegründet wurde und sich auf ganz besondere Chips spezialisiert hat: elektronische Bauelemente, die digitale wie analoge Signale verarbeiten („Mixed Signal“) und auch hohe Spannungen aushalten.