Alle Artikel mit dem Schlagwort: Maya

Himmelskrokodil ist leider verhindert

Wenn Sie diese Zeilen lesen, musste das große Himmelskrokodil der Mayas wohl etwas anderes erledigen und hat uns nicht ersäuft. Die Apokalyptiker vom Dienst ziehen nun wahrscheinlich mit mürrischen Mienen durch die Straßen und die Dresdner Sinfoniker müssen jetzt doch die Rechnung die Rechnung für ihre „Überlebens-Party“ in der Bibliothek SLUB bezahlen. Okay, die Überraschung hält sich in Grenzen: Der Dresdner Kodex gilt inzwischen als weitgehend entschlüsselt, inklusive der legendären Seite 74, auf der die alten Maya-Priester so schön unheilschwanger den schwarzen Totengott tanzen ließen. Die angebliche Weltuntergangs-Prophezeiung gilt mittlerweile unter Forschern als schlichtes Missverständnis infolge früherer Übersetzungslücken.

Ein Nerd spuckt auf die Apokalypse

Dresden, 21. Dezember 2012 (13.0.0.0.0 Maya-Kalender): Panikmache ist erbärmlich. Dieses Rumgeheule zum Beispiel vorhin in den Nachrichten: „Staudamm in Südchina gebrochen“, „Subkontinent unter Wasser“, „Menschen fliehen zu Hunderttausenden“, „Größte Flutkatastrophe aller Zeiten“. Blah, Blah, blah. Den Fernseh-Fritzen ist doch nichts zu reißerisch. Immer diese Superlative.

Maya-Konzert am 21. Dezember ausverkauft – Arte übeträgt im Netz

Dresden, 18. Dezember 2012: Das transkontinentale Maya-Konzert, mit dem die Dresdner Sinfoniker den vermeintlichen Weltuntergangstag, den 21. Dezember 2012, begehen, ist ausverkauft. Wie das Ensemble aber weiter mitteilte, wird das Ereignis, bei dem Künstler in Dresden und eine Maya-Sängerin in Mexika per Live-Schaltung zusammen musizieren wollen, über das Internetradio von „Arte“ live übertragen.

Dresdner Sinfoniker bitten im Internet um Spenden für Maya-Apokalypse-Konzert

Dresden, 22. November 2012: Um ein spektakuläres Mayamusik-Konzert mit Live-Schaltung nach Mexiko am angeblichen Apokalypsetag, dem 21. Dezember 2012, mitzufinanzieren, wollen die „Dresdner Sinfoniker“ auch Spendengelder von Internetnutzern auf der Dresdner „Crowd Funding“-Plattform www.dresden-durchstarter.de einsammeln. Das hat die „Dresden Marketing GmbH“ angekündigt.

Dresdner Uni-Bibliothek SLUB feiert unterm Maya-Kodex in die Apokalypse hinein

Konzert, Lesungen und Überlebensparty zur Maya-Zeitenwende am 21. Dezember 2012 Dresden, 19. November 2012: Forscher, Bibliothekare und Musiker wollen am 21. Dezember 2012 in der Sächsischen Landes- und Uni-Bibliothek SLUB in Dresdnern gemeinsam mit rund 200 Gästen auf die Maya-Apokalypse warten – und fröhlich-kulturell in die Zeitenwende hineinfeiern. Mit philosophisch-eschatologischen Gesprächen, bei Maya-Musik, Mexikofilmen und allerlei Weltuntergangs-Überraschungen werden sie sich die Zeit bis zur Geisterstunde vertreiben. Dann nämlich beginnt nach Meinung von Wissenschaftlern eine neue Großzeitperiode im Maya-Kalender – nach Ansicht von Esoterikern hingegen wird uns Punkt Mitternacht das große Himmelskrokodil mit einer gigantischen Sintflut ersäufen.

Dresdner Sinfoniker: Lass uns das letzte Konzert der Welt spielen

Am 21. Dezember 2012 endet der dreizehnte Kalenderzyklus der Maya. Für einige Esoteriker folgt darauf der Weltuntergang. Für andere Menschen bricht lediglich eine neue Periode in der Zeitrechnung der Maya an. Gemeinsam mit einer Maya-Sängerin, die sich in Mexiko befindet, wollen die Dresdner Sinfoniker den Neuanfang begrüßen. Das mitternächtliche Konzert findet in der Sächsischen Landesbibliothek direkt unter der Vitrine mit dem ältesten und am besten erhaltenen Buch der Maya, dem Codex Dresdensis, statt. Aufgeführt werden zeitgenössische, zum Teil eigens für den Abend komponierte, Stücke mexikanischer Komponisten. Einer der renommiertesten Dirigenten Mexikos, José Areán, wird das Orchester leiten. Einzigartig ist die Einbindung einer Sängerin, die Tausende von Kilometern und einen Ozean entfernt von den Musikern, singen wird. Die Berliner Schriftstellerin Maike Wetzel befragte dazu Markus Rindt, den Intendanten der Dresdner Sinfoniker.

Maya-Tagung: Forscher rätseln über Dresdner Kodex

Dresden, 9. September 2012: Birgt der Dresdner Maya-Kodex bis heute unentdeckte Geheimnisse aus der präkolumbianischen Ära? Haben wir die komplizierte Kalender-Systematik dieser alten Hochkultur wirklich voll durchschaut? Diesen und weiteren Fragen wollen sich ab Dienstag 25 Maya-Experten aus mehreren Ländern auf einer Tagung in der Sächsischen Landes- und Uni-Bibliothek SLUB widmen, in der die legendäre Maya-Handschrift aufbewährt wird. Die Forscher diskutieren hinter verschlossenen Türen – anscheinend wollen sie keine Apokalyptiker anziehen, die aus dem Kodex gern und oft einen am 21. Dezember 2012 bevorstehenden Weltuntergang herauslesen wollen.

Reisebericht „Letzte Botschaft der Götter“: Journalistin tigert auf den Spuren der Maya

Fasziniert vom Dresdner Maya-Kodex daheim, hat sich die Dresdner Wissenschaftsjournalistin und Bauingenieurin Viola Zetzsche nach Mittelamerika aufgemacht, um die baulichen Relikte der Mayas und anderer indianischer Hochkulturen zu bereisen. Dort hat sie nach Hinweisen auf einen nahenden Weltuntergang gesucht, die Indios heute besucht, sich vor Totenschädeln gegruselt, auch Meinungen von Experten eingeholt und all dies in „Maya – Die letzte Botschaft der Götter“ aufgeschrieben, das im Apokalypsefeierjahr 2012 im Radebeuler Notschriftenverlag erschienen ist.

Dresdner Maya-Kodex: Apokalypsen im 5-Jahres-Takt

Sollten wir dieses Jahr den Weihnachtseinkauf streichen und lieber unsere Ersparnisse auf den Kopf hauen? Ja, denn am 21. Dezember 2012 geht die Welt ohnehin unter, sagen Profi-Apokalyptiker und Roland Emmerichs Katastrophenfilm „2012″, die sich auf okkulte Prophezeiungen in Maya-Inschriften und -Texten stützen. Nein, meint hingegen der Bonner Altamerikanist Prof. Nikolai Grube, der den besterhaltenen Maya-Kodex – den Codex Dresdensis – ausführlich studiert hat.

Stichwort „Maya-Kalender“: Warum die Apokalyptiker irren

Neben der Flutszene von Seite 74 stützen sich die Apokalyptik-Fans im Internet vor allem auf die Systematik des komplizierten Maya-Kalenders. Da die Maya nicht das Dezimalsystem wie wir, sondern – mit Ausnahmen – ein auf 20 basierendes Zahlensystem verwendeten, hatten sie zwei Kalender mit 260 und 365 Tagen, die wiederum in 20-Tages-Monate eingeteilt waren. Um richtig lange Zeiträume benennen zu können, führten die Priester zudem Einheiten wie „Bak‘tun” (400 Jahre), „piktun” (8000 Jahre) und „kalab‘tun” (160 000 Jahre) ein.

Dresdner Maya-Kodex übersetzt: Apokalypse fällt aus

Altamerikanist Grube hat keinen Hinweis auf Weltuntergang 2012 gefunden Dresden, 22.11.2011: Der Bonner Altamerikanist Prof. Nikolai Grube hat erstmals eine umfassende Übersetzung des Dresdner Maya-Kodex’ angefertigt. Im Februar will er diese als Buch veröffentlichen – und wird damit wohl all jenen, die aus den Maya-Überlieferungen einen drohenden Weltuntergang am 21. Dezember 2012 herauslesen wollten, eine Enttäuschung bereiten. Die weit verbreitete Vorstellung nämlich, an diesem Tage ende der ewige Maya-Kalender und kündige damit die Apokalypse an, sei ein Missverständnis, sagt der 49-jährige Forscher. Und: „Die Maya waren Bauern und daher verwundert es nicht, dass in den Texten immer wieder von landwirtschaftlichen Katastrophen die Rede ist, die für Bauern apokalyptische Ausmaße annahmen. Aber niemals im Zusammenhang mit dem Datum 2012.“ Der Dresdner Kodex ist einer von nur noch vier erhaltenen Handschriften der Maya. Deren Hochkultur dominierte etwa 1800 Jahre lang Mittelamerika, kollabierte allerdings schon vor dem Eintreffen der Spanier. Ein Großteil der oft reich illustrierten und mit einer eigenen Hierglyphenschriftsprache versehenen Handschriften fiel dem Feuer der Inquisition zum Opfer. Übrig blieben vier Kodizes, die heute in Mexiko, …

Apokalypse bis zum Abwinken

Internet und Populärkultur sind voll von „Maya-Prophezeiungen“ Apokalyptische Propheten konnten sich in der Menschheitsgeschichte schon immer großer Resonanz gewiss sein. Im Informationszeitalter freilich nimmt dieses Sehertum epidemische Züge an. Und so sind das Internet und die Populärkultur derzeit voll von Portalen, Programmen, Büchern und Filmen, die für den 21. Dezember 2012 den Weltuntergang, die große Weltenwende vorhersagen und sich dabei auf den Maya-Kalender berufen. Die Suchmaschine Google wirft auf die Stichwörter „Maya Apokalypse 2012“ allein über zwei Millionen Treffer aus.