Alle Artikel mit dem Schlagwort: ifo Dresden

Sachsen Regierung fordert nach den Drohungen aus der Schweiz nun von der Bundesampel ein Rettungspaket für die deutsche Solarindustrie. Visualisierung: Dall-E

Sachsen fordert nach Drohung von Meyer Burger ein Rettungspaket vom Bund

Ifo Dresden warnt indes vor neuem Subventionswettlauf mit den USA Dresden/Freiberg/Thun, 17. Januar 2024. Ein Rettungspaket für die deutsche Solarindustrie hat die sächsische Staatsregierung von der Bundesampel gefordert. Damit reagierte die schwarz-grün-rote Koalition in Dresden auf die Drohung der Schweizer „Meyer Burger“-Gruppe (MB), die Solarmodul-Fabrik in Freiberg zu schließen, wenn sie in Deutschland keine Subventionen bekommt.

Vorserien-Modell aus der ID-Familie in der Volkswagen-Manufaktur Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

VW und Tesla wollen Umweltprämie auch ohne Staatszuschuss fortsetzen

Elektroauto-Preisstütze läuft aber nach und nach aus Wolfsburg/Grünheide/Zwickau, 19. Dezember 2023. Nach dem abrupten Wegfall der „Umweltprämie“ für Elektroauto-Käufer wollen wichtige Hersteller in die Bresche springen: Volkswagen wie auch Tesla haben angekündigt, die Prämie für ihre Kunden zumindest teilweise zu übernehmen – de facto also die Preise für ihre E-Autos zu senken. Das geht aus Mitteilungen von VW und Tesla hervor.

Ifo Dresden residiert nahe am Süd-Campus der TU Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

„Erholung ohne Schwung“ für Sachsen

Ifo Dresden prognostiziert für 2024 Mini-Wachstum um 0,8 % Dresden, 19. Dezember 2023. Nach Jahren von Krisen und Stagnation erholt sich die sächsische Wirtschaft im kommenden Jahr leicht. Freilich werde dies eine „Erholung ohne Schwung sein“, betonte Prof. Joachim Ragnitz vom Ifo-Institut heute in Dresden. „Das vergangene Jahr war enttäuschend“, räumt der Ökonom ein. „Doch im kommenden Jahr wird’s besser: in Sachsen, Ostdeutschland und ganz Deutschland.“

Zu wenig Hightech: Aufholjagd der Ostwirtschaft lahmt

Dresden, 20.7.11: Seit der politischen Wende versucht die ostdeutsche Wirtschaft, die westdeutsche Produktivität zu erreichen. Doch konnte man in den 90ern durchaus noch von einer Aufholjagd sprechen, hat sich dieser Prozess inzwischen zum Schneckenlauf verlangsamt: „Da ist kaum noch Bewegung drin“, erklärte Dr. Jochim Ragnitz vom Dresdner ifo-Institut dem „Computer-Oiger“. Gerechnet in Bruttoinlandsprodukt (BIP) je Einwohner, dümpeln Länder wie Meck-Pomm um die 71 Prozent des Westniveaus herum. Am besten schneidet noch Sachsen ab, das auf 75 Prozent kommt und wirtschaftlich stärker wächst als die anderen Neuen Bundesländer. Letztere lahmen vor allem, weil der Deindustrialisierungsprozess nach der Wende nicht ausreichend durch eine Modernisierung abgelöst wurde, was oft am chronischen Kapitalmangel der Unternehmen liegt. Folge: Die ostdeutsche Wirtschaft ist zu wenig exportorientiert, es gibt zu wenige große Hightech-Unternehmen, die vom Aufschwung der Weltwirtschaft so wie Westdeutschland profitieren könnten. Bis 2020/25 wird die ostdeutsche Wirtschaft um die 80 bis 85 Prozent der westdeutschen Wirtschaftskraft je Einwohner erreicht haben,  schätzt Ragnitz. Das wird teilweise aber ein eher rechnerischer Effekt sein: Zwar liegt das Wirtschaftswachstum im Osten vorläufig niedriger als in den …