Alle Artikel mit dem Schlagwort: Gewinn

Gewinn fällt: Infineon friert Personal ein

Neubiberg/Dresden, 31.7.2012: Beim deutschen Logikchip-Konzern „Infineon“ laufen die Geschäfte nicht so gut wie erwartet: Wegen der „weltwirtschaftlichen Unsicherheiten“ stagniert der Umsatz, der Gewinn sinkt. Der scheidende Vorstandsvorsitzende Peter Bauer verordnete dem Konzern vom Hauptquartier in Neubiberg aus deshalb nun einen Sparkurs. Er verhängte einen Personalausbau-Stopp und kündigte Investitionskürzungen an. Auch die Dresdner Chipfabriken sind davon betroffen.

Intel schraubt wegen Wirtschaftskriselei Umsatzziele zurück

Santa Clara, 17.7.2012: Halbleiter-Marktführer Intel schraubt wegen der “schwierigeren gesamtwirtschaftlichen Lage” – so Intel-Chef Paul Otellini – seine Umsatzerwartungen für dieses Jahr zurück: Statt Zuwachsraten im hohen einstelligen Prozent-Bereich rechnet der US-Chipkonzern nun nur noch mit drei bis fünf Prozent Umsatzplus in diesem Jahr. Derzeit belasten Euro- und Schuldenkrise, aber auch gebremste Ausgaben in den Schwellenländern die Weltkonjunktur.

Acht Milliarden Dollar: TSMC steckt mehr Geld in neue Chipfabriken

Hsinchu, 27.4.2012: Das taiwanesische Halbleiter-Unternehmen TSMC wird in diesem Jahr über acht Milliarden Dollar (6,1 Milliarden Euro) investieren und damit rund zwei Milliarden mehr als noch zu Jahresbeginn vorgesehen. Diese Erhöhung hat nun der Vorstand des Auftragsfertigers (Foundry) in Hsinchu beschlossen. Davon werden unter anderem 1,05 Mrd. $ zusätzlich in den Kapazitätsausbau für 28-Nanometer-Chips in den TSMC-Fabriken fließen und weitere 770 Millionen in die Entwicklung der 20-Nanometer-Technologie.

iPhones und iPads bescheren Apple satten Gewinn

Cupertino, 25.4.2012: Die weiter stark steigende Nachfrage nach iPhones und iPads haben Apple erneut satte Umsatzsteigerungen und Profite beschert. Im ersten Quartal 2012 setzte der Elektronikkonzern aus Cupertino/USA 39,2 Milliarden Dollar (29,7 Milliarden Euro) um, 59 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Gewinne stiegen um 93  Prozent auf 11,6 Milliarden Dollar (8,8 Milliarden Euro) – das entspricht einer Gewinnmarge von knapp 30 Prozent.

Quartalsgewinn bei Intel sinkt, Schub durch “Ivy Bridge” erwartet

Santa Clara, 18.4.2012: Das erste Quartal 2012 verlief für Halbleiter-Marktführer Intel eher mager: Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorquartal um sieben Prozent auf 12,9 Milliarden Dollar (9,9 Mrd. Euro), der Nettogewinn rutschte gar um 19 Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar (2,1 Mrd. Euro) ab. Intel-Chef Paul Otellini ist dennoch optimistisch: Demnächst wird der Konzern mit der Auslieferung seiner “Ivy Bridge” Prozessoren in der neuen 22-Nanometer-Technologie und mit innovativem 3D-Transsistor-Aufbau (“Trigate”) beginnen, davon erhofft sich Otellini einen ordentlichen Umsatzschub. Heiko Weckbrodt

Chipfirma ZMDi legt mit Automobilindustrie zu

Dresden, 2.2.2012: Durch eine gestiegene Nachfrage der Automobilindustrie nach Energiespar-Elektronik hat die Dresdner Chipdesignfirma ZMDi (ehemals ZMD bzw. ZFTM)im Jahr 2011 ihren Umsatz um 16 Prozent auf 64 Millionen Euro steigern können. Das teilte Unternehmens-Chef Thilo von Selchow mit. Die in früher chronisch defizitäre Firma erwirtschaftete zudem einen Vorsteuergewinn von 4,5 Millionen Euro (2010: eine Million Euro) – Angaben über den Nettogewinn machte von Selchow nicht.

iPhone und iPad bescheren Apple Rekordgewinne

Cupertino, 25.1.2012: Trotz wachsender Konkurrenz durch Android-Handys und alternative Tablet-Anbieter konnte Apple das Weihnachtsgeschäft 2011 mit seinen Produkten bestimmen. Vor allem das iPhone 4S und das iPad 2 haben dem Unternehmen erneut ein Rekordquartal beschert: In den letzten drei Monaten des Jahres 2011 hat der US-Konzern seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 73 Prozent auf 43,33 Milliarden Dollar (33,25 Milliarden Euro) gesteigert und seinen Gewinn auf 13 Milliarden Dollar (zehn Milliarden Euro) mehr als verdoppelt.

Novaled Dresden schreibt erstmals seit Gründung Gewinne

Dresden, 23.11.2011: Die Dresdner Technologiefirma Novaled wird dank der weltweit steigenden Nachfrage für Computertelefone („Smartphones”) mit Organik-Bildschirmen in diesem Jahr erstmals seit der Gründung vor zehn Jahren Gewinne schreiben. Das teilte Novaled-Forschungschef Jan Blochwitz-Nimoth mit. „Wir profitieren jetzt enorm vom Smartphone-Boom”, sagte er.

Rekordgeschäfte für Infineon, aber düsterer Ausblick

Neubiberg, 16.11.2011: Der deutsche Halbleiterkonzern Infineon hat zum 30. September 2011 ein Rekordgeschäftsjahr abgerechnet: Der Umsatz kletterte um 21 Prozent auf knapp vier Milliarden Euro, der Gewinn auf 1,12 Milliarden Euro fast vervierfacht – hier sind allerdings die einmaligen Erlöse aus dem verkauf von Infineons Mobilfunkchip-Sparte an Intel enthalten.

Gewinn von Taiwans Chipschmiede TSMC bricht weiter ein

Hsin-Chu, 27.10.2011: Beim weltweit größten Chip-Auftragsfertiger TSMC im taiwanesischen Hsin-Chu hat sich die Geschäftslage weiter verschlechtert: TSMC-Finanzchefin Lora Ho hat heute das dritte Quartal 2011 abgerechnet und teilte einen Umsatzrückgang um 5,1 Prozent und einen Gewinneinbruch um über ein Drittel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit.

Auch Apple vermeldet Rekordquartal

Cupertino, 19.10.2011: Kurz nach Intel hat auch Apple seine neuen Quartalszahlen veröffentlicht – und ebenfalls Rekorde vermeldet: Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 39 Prozent auf 28,27 Milliarden Dollar (20,5 Milliarden Euro), der Netto-Gewinn auf 6,62 Milliarden Dollar (4,8 Milliarden Euro). Das entspricht einer Gewinnspanne von 23,4 Prozent – damit ist Apple fast so profitabel wie der Halbleiter-Marktführer Intel.

Rekordgewinne: Intel scheffelt auch dank Cloud-Trend ordentlich Kohle

Santa Clara, 18.10.2011: Während andere Halbleiterkonzerne wie Infineon, TSMC und UMC ihre Umsatzprognosen senken und düstere Wolken am Chiphimmel sehen, scheffelt Branchenprimus Intel Kohle ohne Ende: Der Marktführer vermeldete heute in Santa Clara Rekordumsätze und -gewinne für das III. Quartal 2011. Intel-Konzernchef Paul Otellini machte dafür vor allem die hohe Nachfrage nach Prozessoren für Notebooks und Datenzentren verantwortlich.

Amazon verkauft Fire-Tablet unter Wert

El Segundo/Seattle, 9.10.2011: Wer sich gewundert haben mag, wie Amazon (Seattle) mit seinem neuen Tablettcomputer “Kindle Fire” bei einem Kampfpreis von 199 Dollar Profite machen will, hat nun vom Marktforschungsunternehmen “iSuppli” (El Segundo) eine Antwort bekommen: Gar nicht. Die iSuppli-Techniker haben den iPad-Konkurrenten analysiert und sind zu dem Schluss gekommen, dass der Selbskostenpreis für den “Kindle Fire” bei 209,63 $ liegt. Dies lässt nur einen Schluss zu: Amazon will über den Buch- und Medienverkauf via Kindle auf seine Kosten kommen.

Robotron: DDR-Computerriese im Spagat

Über vier Jahrzehnte ist es nun her, dass einer der größten Computerhersteller des Ostblocks und einer der für den Raum Dresdens prägendsten Arbeitgeber entstand: Am 1. April 1969 gründete die DDR-Wirtschaftsführung das Kombinat Robotron. Es umfasste zuletzt 21 Betriebe mit geografischem Schwerpunkt im Raum Dresden und Karl-Marx-Stadt (Chemnitz), die eine Industrieproduktion von rund 7,3 Milliarden DDR-Mark erwirtschafteten. Zeitweise hatte das Kombinat über 68.000 Menschen in Lohn und Brot. Mit den Rechnern von Robotron kassierte die DDR bei den sowjetischen Freunden saftige Gewinne, die Westerlöse des Riesen hingen jedoch zu 40 Prozent vom Export mechanischer Schreibmaschinen ab. Mit der Währungsunion 1990 wurde diese Schwäche auf den westlichen Märkten zum Fallstrick: Im September 1990 gingen die letzten Lichter bei Robotron aus und ein wichtiges Kapitel Dresdner Industriegeschichte nahm ein treuhandforciertes Ende. Wie wie kam es dazu?

ZMD: Eine turbulente Geschichte

Seit der Wende haben die Dresdner Mitarbeiter der Chipschmiede einiges erlebt Dresden, 27.8.2011. Von „schwierigen Verhandlungen” mit der Treuhandanstalt über die Zukunft des Zentrums Mikroelektronik Dresden (ZMD) spricht Wirtschaftsminister Kajo Schommer (CDU) im Mai 1992. Schließlich gaben die Verwalter der früheren DDR-Kombinate zwar grünes Licht für eine Anschubfinanzierung von 125 Millionen D-Mark, doch schwierig sollte es noch lange bleiben, bis hin zur Existenzgefährdung.