Alle Artikel mit dem Schlagwort: DLR

So etwa kann ein "Digitaler Zwilling" für ein Flugzeug im Supercomputer aussehen. Abb.: DLR, CC3-Lizenz

Flugzeugforscher starten Petaflop-Supercomputer in Dresden

DLR will mit Cara virtuelle Zertifizierungen und Erstflüge für neue Jets möglich machen. Dresden, 31. Januar 2020. Um neue Flugzeuge vor dem ersten echten Start vorab in der virtuellen Realität auszutesten, setzen Luftfahrtingenieure auf moderne Supercomputer. Solch einen aufgerüsteten Hochleistungsrechner will das „Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt“ (DLR) am Mittwoch in Dresden offiziell in Betrieb nehmen. Den „Computer for Advanced Research in Aerospace“ (Cara) haben die Wissenschaftler und Techniker gleich neben dem Supercomputer der TU Dresden aufgebaut. Um den laufenden Betrieb des Rechenknechtes kümmert sich daher das „Zentrum für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen“ (ZIH) der Dresdner Uni gleich mit.

Noch bevor der erste Prototyp gebaut ist, wollen die Dresdner DLR-Ingenieure für jedes neue Flugzeug zuerst "virtuelle Zwillinge" für den Erstflug am Supercomputer entwerfen. Foto: DLR

Sachsen gibt 9,5 Millionen für DLR-Software-Institut Dresden

Neubau entsteht 2023 am TU-Campus Dresden, 10. Dezember 2019. Um den Aufbau des noch jungen „Instituts für Softwaremethoden zur Produkt-Virtualisierung“ vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zu unterstützen, hat die sächsische Regierung 9,5 Millionen Euro Zuschüsse bis Ende 2020 zugesagt. Das hat das Wirtschaftsministerium heute in Dresden mitgeteilt.

Noch bevor der erste Prototyp gebaut ist, wollen die Dresdner DLR-Ingenieure für jedes neue Flugzeug zuerst "virtuelle Zwillinge" für den Erstflug am Supercomputer entwerfen. Foto: DLR

Virtueller Erstflug

DLR eröffnet in Dresden ein Institut für Softwaremethoden zur Produkt-Virtualisierung Dresden, 3. August 2017. Um die deutsche Luftfahrt-Industrie und andere Technologiebranchen mit hohem Innovationsdruck konkurrenzfähiger zu machen, hat das „Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt“ (DLR) heute ein spezielles Software-Forschungszentrum in Dresden gegründet: Das „DLR-Institut für Softwaremethoden zur Produkt-Virtualisierung“ (ISOPROV) soll auf Hochleistungs-Rechnern computergenerierte virtuellen Labore aufbauen, in denen Ingenieure künftig Flugzeuge, Autos und andere Hightech-Produkte schneller, umweltfreundlicher und billiger entwickelt können. Ganz nebenbei bekommt Dresden dadurch einen neuen Supercomputer.

Besonders Kinder sind oft ganz wild auf die 3D-Bilder vom Mars. Foto: DLR

Mars-Besuch in Dresden

3D-Ausstellung zeigt Schluchten und Vulkane des roten Planeten Dresden, 30. Januar 2015: Wer auf außerirdischen Welten nach Aliens suchen, in die tiefen Schluchten des Mars eintauchen und dessen längst erloschene Vulkane besuchen will, muss sich nicht zwingend als blinder Passagier in ein Raumschiff einschmuggeln: Die europäische Raumsonde „Mars Express“ umkreist seit zehn Jahren unseren roten Nachbarplaneten – und hat seitdem mit einer deutschen Spezial-Kamera unzählige Stereofotos von der Marsoberfläche geschossen. Die wohl besten darunter können Besucher ab dem 7. Februar 2015 im Dresdner „Haus der Presse“ an der Ostra-Allee bewundern: großformatig und in 3D.

Seifenblasen halten im Erdorbit länger durch. Foto: DLR

Seifenblasen im All sind dickfellig

Schülerexperiment auf der ISS Erdorbit, 13. Juli 2014: Seifenblasen sind in der Schwerelosigkeit viel dickfelliger als ihre Brüder auf der Erde, widerstehen selbst Nadelstichen, lassen sich aber durch Techno-Musik nicht allzu sehr beeindrucken. Das hat ein Schülerexperiment auf der internationalen Raumstation ISS gezeigt, das der deutsche Astronaut nach Anweisungen sächsischer und bayrischer Gymnasiasten unternommen hat. Der Raumfahrer fand die schillernden Untersuchungen recht interessant: „Wenn wir hier oben herausfinden, wie es im Prinzip funktioniert, könnte man vielleicht auch auf Erde unter Gravitation Schaumblasen mit dichteren Hüllen produzieren“, meinte Gerst.

Bloß nichts im All versauen

Plädoyer für mehr Raumfahrt: Astronauten zu Gast in Dresden Dresden, 3. Juli 2013. Für eine bessere finanzielle Unterstützung der Raumfahrt haben die Astronauten und Naturwissenschaftler Dr. Ulf Merbold und Dr. Thomas David Jones heute während eines „Community Days“ der Raumfahrer-Assoziation in den Technischen Sammlungen Dresden (TSD) plädiert. Der Deutsche und der US-Amerikaner verwiesen darauf, wie stark diese Technologie unser aller Leben verändert habe, sei es nun durch Satelliten-Fernsehen, Umweltanalysen aus dem Orbit, Wettervorhersagen oder Auto-Navigationsysteme.