Alle Artikel mit dem Schlagwort: Bioökonomie

Grünalge unterm Mikroskop. Abb.: Dr. Ralf Wagner, Wikipedia, GNU Free / CC3-Lizenz

Puevit plant „modernste Algenproduktion Deutschlands“ in Dresden

Gewächshäuser von Algenwerk sollen für nachhaltige Rohkost sorgen Dresden, 31. Mai 2024. Der Maschinenbauer und Gründer Gunnar Mühlstädt unternimmt einen neuen Anlauf, die Produktion maritimer Nahrungsmittel in Dresden groß aufzuziehen: Mitte Juni eröffnet er in Dresden-Hellerau ein „Algenwerk“. Das hat sein neues Unternehmen „Puevit“ angekündigt. Es handele sich um „Deutschlands modernsten Algenproduktion“, die da in Dresden-Hellerau eröffnete werde und ein wichtiger Beitrag zur Bioökonomie in Sachsen und Deutschland, so „Puevit“.

Der neue Zellstoffkocher in Tharandt. Foto: Jörg Ullrich und Mandy Arndt für die TU Dresden

Klamotten aus Elefantengras

Tharandter tüfteln mit neuem, 1,1 Millionen Euro teuren Zellstoffkocher an bioökonomischen Rezepten Tharandt, 11. März 2022. Um bessere Kreislauf-Verfahren für die Papierproduktion, Zellstoff-Herstellung und für Leichtbaustoffe entwickeln zu können, bekommen die Forstwissenschaftler der TU Dresden in Tharandt einen neuen Zellstoffkocher. Das Gerät ersetzt ein Modell der Marke DDR-Eigenbau und kostet rund 1,12 Millionen Euro. Das haben der sächsische Regionalminister Thomas Schmidt (CDU) und Direktor Prof. Steffen Fischer vom Institut für Pflanzen- und Holzchemie (IPHC) in Tharandt mitgeteilt.

So etwa sollen die hoch stapelbaren Produktionscontainer für Fisch, Pilz & Co. in den Städten aussehen. Viualisierung: Cubes Circle

Fraunhofer will Steak aus der Proteinfabrik kredenzen

Institute arbeiten bei „Futureproteins“ an Speisen-Massenproduktion aus Kartoffeln, Würmern, Pilzen und Algen, um Tier und Umwelt zu schonen Schmallenberg/Chemnitz, 22. März 2021. In der französischen Komödie „Brust oder Keule“ („L’aile ou la cuisse“) aus dem Jahr 1976 mit Louis de Funes galt die Synthese-Speisen-Fabrik des Bösewichts Tricatel seinerzeit noch als dystopische Warnung. Doch allzu weit weg ist solch Industrieessen nicht mehr: Um Tier und Umwelt zu schonen und die wachsende Menschheit dauerhaft billig zu ernähren, will Fraunhofer nun eine neue Generation von Proteinfabriken entwickeln, die massenhaft künstliche Schnitzel und andere Industriespeisen aus Pflanzen, Würmern, Pilzen und Algen erzeugen. Beteiligt sind an diesem Leitprojekt „Futureproteins“ insgesamt sechs Fraunhofer-Institute. Darunter ist auch das „Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik“ (IWU), das den Kunstnahrungsfabriken vor allem den Energiehunger austreiben will. Das geht aus einer IWU-Mitteilung hervor.