Alle Artikel mit dem Schlagwort: Action

"Fallout 4" erzählt einen alternativen Geschichtsverlauf, in dem die USA in vielerlei Hinsicht in den 1950er Jahren steckengeblieben sind, technologisch aber ganz stark auf die Atomkraft gesetzt haben - bis hin zu nuklear angetriebenen Autos. Doch im Jahr 2077 zerstört ein Atomkrieg das Land völlig. Konzeptgrafik: Bethesda

Fallout 4: Überleben in der Strahlenwüste

Bethesda schlägt neues Kapitel der Survival-Spiele-Serie auf Das Überlebensspiel „Fallout 4“ schickt uns per Tiefkühl-Zeitreise in eine im wahrsten Sinne des Wortes strahlende Zukunft: Eben noch sind wir im Jahr 2077, flüchten vor einem amerikanisch-chinesischen Atomkrieg mit unsere Familie in einen der angeblich so sicheren Vault-Bunker, rechnen damit, wenige Tage später wieder an die Oberfläche krabbeln zu können. Doch dann verpennen wir über 200 Jahre in der Tiefkühlkapsel. Und als wir uns endlich durch Scharen mutierte Riesen-Kakerlaken wieder aus dem Bunker nach oben gekämpft haben, ist unsere Welt zerstört, verstrahlt und von schonungslosen Räubern beherrscht, derer wir uns mit Schlagstock, Knarre und Lasergewehr zu erwehren haben…

Wenig pflichtbewusst: Unter den"Elite"-Soldaten bricht bald ein Kameradenkampf um die wenigen Sitze im Rückkehr-Shuttle aus. Abb.: Polyband

„Halo Nightfall“ auf DVD: „Ab jetzt sind wir 100 % analog“

Ohne Flinten gegen Killerwürmer: Sci-Fi-Actionfilm basiert auf „Halo“-Spielen Viele Jahre nach der Zerstörung des „Halo“-Rings im All landet ein Geheimdienst-Kommando von der Erde auf dem Provinzplaneten „Sedra“, um dort Terroranschläge Außerirdischer zu untersuchen. Bald schon erkennt das hightecky bewaffnete Team um Kommandant Locke, dass da eine feindliche Alien-Spezies versucht, von den Fragmenten der explodierten Ringwelt ein gefährliches Isotop zu schürfen, dessen Strahlung ausschließlich menschliche DNA schädigt. Zusammen mit dem Ex-Spartaner Randall Aike brechen sie zum Halo-Fragment auf, um dies zu unterbinden. Dummerweise gibt es dort Kampfwürmer, die auf Technologie anspringen, woraufhin der Trupp gezwungen ist, all seine schönen futuristischen Wummen und Kampfanzüge zu deaktivieren. „Ab jetzt sind wir 100 % analog“, jammert da der Kommandant – ein Schreckensszenario, dass alle Zuschauer der „Generation Internet“ nur zu gut nachvollziehen können… Das Ganze nennt sich „Halo Nightfall“ und ist ein von Ridley Scott („Blade Runner“, „Prometheus“) produzierter Sci-Fi-Actionfilm, der auf der „Halo“-Videospielserie beruht.

CIA-veteran Ethan Renner (Kevin Costner) schießt wie der Teufel. Foto: Universum

„3 Days to Kill“: Wolfstänzer jagt den bösen Wolf

Kevin Coster mimt den grimmigen CIA-Killer In Kevin Coster wird man wohl immer den Indianer-Versteher sehen, der mit dem Wolf tanzt, vielleicht noch den Playboy, der ein „Pretty Woman“ umgarnt. Aber einen eiskalten Profi-Mörder?! In „3 Days to Kill“, der dieser Tage auf DVD erscheint, unternimmt er unter der Regie von McG („Terminator IV“) jedenfalls einen Ausflug ins Agenten-Genre. Und dabei gibt er sich– mit wechselndem Erfolg – alle Mühe, bloß nicht zu nett als Schlächter zu wirken.

Rom brennt - aber nicht Nero hat es in "Ryse" angezündet, sondern die Barbaren. Abb.: Crytek

„Ryse“: Blutrünstig-opulente Metzelei im antiken Rom

Grafisch setzt Cryteks neues Action-Spiel Maßstäbe Die Barbaren belagern Rom, Kaiser Nero schreit nach Hilfe und wer kommt? Prätorianer-General Marius Titus haut den alten Fettsack raus und „hauen“ ist hier wörtlich gemeint: Das neue Antik-Action-Spiel der deutsch-türkischen Software-Schmiede „Crytek“ – bisher vor allem durch seine „Crysis“-Shooter bekannt – erzählt zwar auch eine dramaturgisch durchdachte Geschichte aus dem antiken Rom rund um den Aufstieg von Marius vom einfachen Soldaten zum General. Es inszeniert aber vor allem die Kampfszene als optisch opulente und nicht jugendfreie Metzelei, in der unserer Recke im Blutrausch Arme und Beine amputiert wie ein Metzger.

Freund oder Feind? Abb.: Bohemia

“DayZ” – Überleben in der Zombie-Apokalypse

Ein modifiziertes Action-Spiel sorgt für einen weltweiten Hype Die Sonne bahnt sich ihren Weg mit gleißenden Lichtfingern durch das rotbraun gefärbte Laub dieses kleinen Wäldchens hier irgendwo im russischen Hinterland. Der Wind rauscht durch die Äste. Ich höre und sehe meinen schweren Atem, während ich flach im feuchten Gras einer Lichtung liege und meinen Blick wie gebannt auf das Rollfeld des Militärflugplatzes direkt vor mir hefte. Der Lauf meines M4-Sturmgewehrs zittert im Takt meines rasenden Herzens.

Foto: Splendid

Wirre Wikinger

DVD „Vikingdom“ macht auf nordisches „300“ Abstruser als im nun in Deutschland auf DVD erschienenen malaysischen Wikinger-Film „Vikingdom“ geht’s nimmer: Da klaut der germanische Donnergott Thor 793 Jahre vor Christus (!) aus einem christlichen Kloster das Amulett von Maria Magdalena (die Dame aus dem 800 Jahre später aufgeschriebenen Neuen Testament), um damit die Tore zwischen Hel (Hölle), Midgard (Erde) und Asgard (Götterburg) zu öffnen und das Ragnarök (Weltenende) zu starten. So will der Hammerschwinger die blöden Menschen strafen, die plötzlich den Christengott anbeten. Eilends schickt Fruchtbarkeitsgott Freyr den reanimierten Wikingerhelden Eirick (Dominic Purcell, „Equilibrium“) in die Spur: Der soll aus der Totenwelt ein magisches Horn besorgen, um Thor den Marsch zu blasen…

„Call of Duty – Ghosts“: USA kaputt, Partisanen-Geister sollen’s richten

Egoshooter mit toller Optik und zweifelhafter Story Die Reihe „Call of Duty“ (CoD) gehört zu den Klassikern unter den Ego-Shootern und ist auch in der deutschen Spielergemeinde – trotz des sehr US-zentrierten Ansatzes – ungemein beliebt. Mit „Call of Duty – Ghosts“ haben nun Infinity Ward und Activision den zehnten Teil dieser schießfreudigen Soldatenspiele vorgestellt – und der punktet mit den üblichen Qualitäten (aber auch Schwächen) der Reihe: Die grafische Umsetzung ist einfach top und setzt wiedcr mal Maßstäbe, auch für die Spielemechanik und den Mehrspielermodus haben sich die Macher ein paar nette Ideen einfallen lassen.

Bluray „Die Tribute von Panem 1“: Opulent-begradigtes Kindersterben in der Arena

Töten statt Partys Statt lustige Facebook- oder Pyjama-Partys zu feiern, schlagen sich die Kinder von übermorgen in den TV-Arenen der „Hungerspiele“ gegenseitig die Köpfe ein. Auf Geheiß des tyrannischen Präsidenten Snow, der die zwölf Distrikte Amerikas mit eiserner Faust und Legionen von „Friedenswächtern“ beherrscht. Im 74. Jahr nach der großen Rebellion fällt das Gladiatorenlos, das einem Todesurteil gleich kommt, auf die zwölfjährige Prim Everdeen – und so tritt deren 16-jährige Schwester Katniss vor und meldet sich freiwillig für die Arena, als einer der „Tribute von Panem“.

„Wolverine“ auf DVD: Wolfsmensch rast durch Japan

Konzernchef scharf auf Jackmans Turbo-Heilung Wolverine (Hugh Jackman) hängt nach dem Tod seiner Ische wie ein zielloses Tier in den amerikanischen Wäldern ab, bis ihn die junge Schwertkämpferin Yukio nach Japan lockt: Dort liege sein alter Weltkriegskumpel Yashida im Sterben, den der unsterblich-unverwundbare Wolverine einst vor dem Atombomben-Abwurf in Nakasaki geschützt hatte. Leider stellt sich bald heraus, dass der inzwischen zum Technologiekonzern-Chef aufgestiegene Yashida Wolverine weniger aus sentimentalen Gründen nach Tokio gelockt hat, sondern um die Kräfte des Wolfsmenschen zu gelangen. Daraufhin tut sich unser Heros mit Yashida Enkelin Mariko zusammen und jagt mit ihr quer durch Japan…

„Redemption“: Statham als Soldat, Penner, Rächer

Schuld und Sühne in der Schattenwelt von London Joey (Jason Statham, “Crank”, “Transporter”) war für sein Vaterland Soldat in Afghanistan. Jetzt ist er arbeitslos, säuft sich die Birne voll und schläft auf den Straßen von London. Bis Mädchen-Händler seine obdachlose Kumpanin Isabel verschleppen, sie von einem Freier erschlagen wird: Da rappelt sich der Ex-Soldat auf, nimmt einen Job als Geldeintreiber bei der chinesischen Mafia an, verliebt sich in die polnische Nonne Cristina (Agata Buzek) und nimmt Rache. Wer indes glaubt, „Redemption“ sei das übliche Coolness-Action-Kino nach Statham-Art, sieht sich leicht getäuscht: Herr Statham macht zwar auch das, was er am besten kann, nämlich cool gucken und kämpfen, ist diesmal aber auch als Schauspieler gefordert – mit bemerkenswertem Achtungserfolg.

„Olympus has fallen“: Ironiefreie Action-Kost

Nordkoreaner stürmen Weißes Haus, haben gegen König Leonidas aber keine Chance Ein schwergerüstetes nordkoreanisches Terrorkommando erobert das Weiße Haus, setzt US-Präsident Asher (Aaron Eckhart, „Die Logan-Verschwörung“) in dessen Bunker gefangen und fordert den Abzug der amerikanischen Truppen aus Südkorea, damit die kommunistischen Truppen Pjöngjangs in Seoul einmarschieren können. Ihre Rechnung haben sie jedoch ohne den Secret-Service-Agenten Mike Banning (Gerard Butler) gemacht: Der nämlich rettet als coole Sprüche klopfende Ein-Mann-Armee erst den Präsidenten-Sohn, dann den Präsidenten und schließlich die ganze USA.

„Deadfall Adventures“: Quatermain beballert Mumien und Nazi

Reise ins Ägypten des Jahres 1938 An einem bullig heißem Tag des Jahres 1938 bekommt Lee Quatermain – Enkel des berühmten Abenteuers Allan Quatermain – in der ägyptischen Wüste zweierlei ungebetene Gäste: gemeine Nazis und eine knackige CIA-Agentin namens Jennifer, und beide wollen den Indiana-Jones-Klon für Reich oder alternativ Uncle Sam anheuern. Die Entscheidung fällt schwer, aber nach einem Blick auf Jennifers Hintern entscheidet sich Quartermain für die Dienste der Vereinigten Staaten – und plündert sich die folgenden actionreichen Spielstunden von „Deadfall Adventures“ durch Pharaonengräber und atlantische Tempel, stetig bedrängt von wütenden Mumien und schießwütigen Nazis.

„Iron Man 3“: Pyromanische Blechknallerei

Eisenmann jagt Mandarin-Terroristen Aufwendige Comic-Verfilmungen gehören seit geraumer Zeit zu den Lieblings-Gelddruckmaschinen in Hollywood und eines der neuesten Erzeugnisse aus dieser Produktlinie ist „Iron Man 3“. In dem Star-besetzten Actionstreifen versucht der Hightech-eisengerüstete Tony Stark (Robert Downey Jr., “Sherlock Holmes”), sein Leben als Superheld und Tüftler mit seiner neuen Rolle als Gatte der liebreizenden Pepper (Gwyneth Paltrow) unter einen Stahlhut zu bekommen. Was ihm nach spätestens 20 Filmminuten nicht mehr gelingt: Der mysteriöse „Mandarin“-Superterrorist (Ben Kingsley, “Hugo Cabret“) bedroht nicht nur den US-Präsidenten, sondern auch Iron Mans Heim und Frau – was ein Feuerwerk aus Stahl, Sci-Fi-Waffengeballer und pyrotechnisch ausgefeilten Explosionen nach sich zieht.

„Tiger & Chicken“: Moorhuhn aufgewärmt

An einer Wiederbelebung des Moorhuhns – Ende der 1990er eines der beliebtesten Gelegenheitsspiele – versucht sich „Phenomedia“ in „Moorhuhn – Tiger & Chicken“. Darin rennen wir als Shaolin-Kücken in isometrischer Perspektive durch Labyrinthe und knüppeln Monster nieder. Das Story-Skelett: Ein gefiederter Novize spielt mit einer Freundin in den tiefen Höhlen, verliert letztere allerdings an einen Krabbenkönig und setzt Jahre später alles daran, mit seinen magischen Shaolin-Kampfkünsten die Ische wiederzufinden. Durchgezockt wird dies in einer Mischung aus Arkade- und Rollenspiel.

Bluray „Hänsel und Gretel“: Knabberkinder werden Hexenjäger

Waisen säubern nach Süßigkeiten-Trauma mit Stahl und Armbrust Altdeutschland „Hänsel und Gretel – die gingen in den Wald…“ Was gleich danach folgte, ist bekannt: übermäßiger kindlicher Süßwarenverzehr, Kidnapping und schließlich gebratene Hexe im Notwehrexzess. Was indes später aus den gerissenen Geschwistern wurde, enthüllt uns erst jetzt, 200 Jahre nach den Gebrüdern Grimm, der Finne Tommy Wirkola: In seinem Action-Märchen „Hänsel & Gretel“ folgt er der blutig-verkohlten Spur der heranwachsenden Waisen. Hänsel (Jeremy Renner, „Mission Impossible) und Gretel (Gemma Arterton, „Ein Quantum Trost“) werden nach dem Lebkuchenhaus-Trauma Hexenjäger und ziehen in Rambo-Manier durchs spätmittelalterliche Deutschland, um mit Armbrust, Stahl und Karate kinderfressende Bösewichtinnen auszurotten.