NewsWirtschaftzAufi

Ex-Betonleichtbaukombinat wird Dresdner Halbleiter-Gewerbepark

So stellt sich der Immobilienentwickler das künftige Gewerbegebiet "CTPark Dresden West" vor. Visualisierung: CTP Deutschland
So stellt sich der Immobilienentwickler das künftige Gewerbegebiet „CTPark Dresden West“ vor. Visualisierung: CTP Deutschland

CTP will 64 Millionen Euro investieren

Dresden, 11. August 2025. Mit Blick auf den Mikroelektronik-Aufschwung in Sachsen will das Immobilienunternehmen „CTP“ ein rund 96.000 m² großes Betriebsgelände des ehemaligen VEB Betonleichtbaukombinats in Dresden-Cossebaude zu einem Gewerbepark umbauen. Insgesamt plant CTP dafür Investitionen in Höhe von 64 Millionen Euro ein. Baubeginn soll im Jahr 2027 sein.

Altes Elektrizitätswerk wird „sozialer Mittelpunkt“

Mit dem Geld will der Immobilien-Entwickler 40.000 m² Gewerbefläche, etwa 10.000 m² Bürofläche und womöglich auch Wohnungen für den Bedarf der angesiedelten Unternehmen bauen. Im Fokus stehen dabei Halbleiter-Firmen, Leichtindustrie, technologieorientierte Fertiger, Betriebe für die Vorproduktion und Zulieferung. Außerdem verspricht CTP, ein denkmalgeschütztes ehemaliges Elektrizitätswerk auf dem Areal zu sanieren und zu einem „sozialen Mittelpunkt des Gewerbequartiers“ umzubauen. Zudem sollen eine Solaranlage, Regenwassersammler und Wildblumenwiesen entstehen.

Fokus Mikroelektronik

„Mit dem CTPark Dresden West schließt CTP eine städtebauliche Lücke und haucht einem historischen Areal neues Leben ein“, kündigt Projektleiter Mario Göldenitz an. „Mit idealen Voraussetzungen für zukunftsträchtige Branchen wie die Halbleiterindustrie bringt die Entwicklung hochwertige und zukunftsfähige Arbeitsplätze in einen aufstrebenden Stadtteil von Dresden.“

Treiber sind jüngste Großansiedlungen

Hintergrund sind vor allem die jüngsten Großinvestitionen von TSMC, Infineon, Jenoptik, X-Fab und anderen Technologie-Unternehmen in Dresden. In deren Sog rechnen auch die staatlichen Wirtschaftsförderer mit weiteren Ansiedlungen.

Zu DDR-Zeiten wichtiger Lieferant für Plattenbauten

Das Betonleichtkombinat Dresden wiederum war ein wichtiger Produzent von Betonleichtplatten für den DDR-Wohnungsbau. Zeitweise beschäftigte es über 10.000 Menschen. Das Betonwerk in Cossebaude war der Stammbetrieb. Das Kombinat wurde 1970 gegründet und 1990 durch die Treuhand abgewickelt. Das Cossebauder Werk wurde nach der Wende abgerissen.

Autor: hw

Quellen: CTP, Oiger-Archiv, Wikipedia

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger