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Dresdner H2-Branche fordert Elekrolyseur-Aufbau mit Bundesschulden

Wasserstoff gilt als wichtiger Energieträger - zudem braucht die Chemieindustrie das Gas für viele Prozesse. Grafik: Heiko Weckbrodt
Wasserstoff gilt als wichtiger Energieträger – zudem braucht die Chemieindustrie das Gas für viele Prozesse. Grafik: Heiko Weckbrodt

Dresden, 7. Mai 2025. Die neue Regierung in Berlin soll das Bundesschuldenpaket auch nutzen, um den Aufbau von Elektrolyseuren zu fördern. Das hat das Dresdner Wasserstoffwirtschafts-Netz „HyDresden“ gefordert, zu denen das Fraunhofer-Keramikinstitut IKTS sowie die Elektrolyseure-Hersteller Sunfire und Linde Engineering gehören.

Politisch beschlossen, aber bislang nicht finanziell gesichert“

„Bis 2030 sollen mindestens zehn Gigawatt Elektrolyseleistung entstehen“, betonen die Interessenvertreter. Dies sei „ein Ziel, das politisch beschlossen, aber bislang nicht finanziell gesichert ist. Die Dresdner Akteure aus Industrie und Forschung stehen bereit, um diese Infrastrukturinvestitionen in Deutschland und Europa mit eigenen Technologien umzusetzen.“

Die Interessenvertreter möchten demnach „verbindliche Investitionssignale, um das politisch gesetzte Ziel von zehn Gigawatt Elektrolyseleistung bis 2030 haushalterisch abzusichern“. In diesem Zuge wollen sie „Dresden als Modellregion für nachhaltige Industrieprojekte positionieren“. Denn in der sächsischen Landeshauptstadt gibt es Experten und Hersteller für alle drei Elektrolyseur-Grundtypen, seien es nun auf Basis der klassischen Alkali-Technologie, mit Protonen-Austausch-Membranen (PEM) oder auf Hochtemperatur-Basis. Indem diese Anlagen Wasser mit Ökostrom in Sauer- und Wasserstoff aufspalten, können sie eine umweltfreundlichere Alternative zu Erdgas und letztlich auch flüssigen Treibstoffen liefern. Die könnte die Kohlendioxid-Bilanz vieler Industriebranchen, aber auch von Flugzeugen, Bahnen und anderen Verkehrsmitteln verbessern.

„Rückgrat einer resilienten Industrie“

„Wasserstoff kann zum Rückgrat einer resilienten und leistungsfähigen Industrie werden – wenn wir in Europa Wertschöpfungsketten aufbauen, statt auf kurzfristige Lösungen zu setzen“, meint Prof. Alexander Michaelis vom Fraunhofer-IKTS. 2. „Grüner Wasserstoff wird die deutsche Industrie langfristig prägen – er ist ein Schlüssel für eine klimaneutrale und starke Wirtschaft“, betont meint Sunfire-Chef Nils Aldag. Dresden stehe dabei „im Zentrum der europäischen Wasserstoff-Expertise mit Forschung, Netzwerken und innovativen Unternehmen, die den Wandel aktiv gestalten“.

Quelle: HyDresden

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger