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Aus Abrissbrücke wird Auto: Laser helfen bald beim urbanen Bergbau

Prof. Andrés Lasagni (links) und Prof. Alexander Brosius zeigen ein Bauteil, das durch städtischen Bergbau gewonnen werden kann. Foto: Institut für Fertigungstechnik der TUD
Prof. Andrés Lasagni (links) und Prof. Alexander Brosius zeigen ein Bauteil, das durch städtischen Bergbau gewonnen werden kann. Foto: Institut für Fertigungstechnik der TUD

Siemens schießt für Dresdner Projekt 13 Millionen Euro zu

Dresden, 15. Dezember 2024. Durch urbanen Bergbau, gepaart mit Lasertechnologie, will ein 25-köpfiges Team um die Dresdner Professoren Alexander Brosius und Andrés Fabián Lasagni allerlei Metallschrott aus abrissreifen Brücken, Investruinen und anderen städtischen Abfalllagern direkt wiederverwerten, ohne sie erst einzuschmelzen. Die vermessenen, aufgewerteten und zugeschnittenen Bleche könnten dann genutzt werden, um zum Beispiel Auto-Teile herzustellen. Die Siemens-Stiftung hat für das Forschungsprojekt „2nd Life Metal Components: A Pathfinding Project for Upcycling“ 13 Millionen Euro zugesagt. Das geht aus einer Mitteilung der TU Dresden hervor.

Wissenschaftler wollen 90 % der sonst fälligen Energie beim Schmelverfahren einsparen

„Unser Ansatz ermöglicht es, 90 Prozent der normalerweise benötigten Energie einzusparen“, verspricht Prof. Brosius. „Dieses Projekt wird neue Maßstäbe im Urban Mining durch eine nachhaltige Wiederverwendung von Metallen setzen.“ Denn bei der bloßen Bergung der Metalle aus städtischen Schrottlagern und Altbauten soll es nicht bleiben: „Die laserbasierte Funktionalisierung ist ein weiterer Schlüssel zum Erfolg dieses Projekts“, erklärt Prof. Lasagni. „Sie ermöglicht es uns, sowohl die Oberflächen- als auch die Volumeneigenschaften der Metalle zu charakterisieren, präzise anzupassen, um ihre Wiederverwendung zu ermöglichen, und ihre Eigenschaften für neue Anwendungen gezielt zu verbessern.“

Quelle: TUD

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger