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Bitkom: Wir brauchen mehr Innovationswille und weniger Regulierung

Speziell gesichertes Cloud-Rechenzentrum der T-Systems. Foto: Telekom
Speziell gesichertes Cloud-Rechenzentrum der T-Systems. Foto: Telekom

Digitalgipfel steht bevor – und Deutschland will „auf Augenhöhe mit globalen Vorreitern wie den USA oder China“ kommen

Frankfurt am Main/Berlin, 20. Oktober 2024. Mehr Innovationswille und weniger Regulierung wünscht sich der deutsche Digitalverband „Bitkom“ aus Berlin vom morgigen „Digitalgipfel“ in Frankfurt am Main. „Für Deutschland und Europa muss es Ziel sein, im Wettbewerb um digitale Technologien und Innovationen auf Augenhöhe mit globalen Vorreitern wie den USA oder China zu gelangen – als starker, selbstbewusster und digital souveräner Player“, forderte Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst.

Insgesamt seien Deutschland und Europa nicht so schlecht aufgestellt, wie häufig kolportiert, meint Wintergerst. Aber die jüngsten Multi-Krisen hätten gezeigt, wie wirtschaftlich verwundbar die Bundesrepublik sei. „Wir dürfen unsere Herausforderungen nicht mehr mit immer mehr Regulierung angehen, sondern mit immer mehr Innovation. Wir brauchen das Zusammenspiel aus innovationsfreundlicher Regulierung und Investitionsanreizen.“

Ralf Wintergerst. Foto: Bitkom
Ralf Wintergerst. Foto: Bitkom

Ein Beispiel, dass Deutschland in puncto Digitalisierung gar nicht so weit hinten sei wie oft angenommen, sei der Gipfel-Standort Frankfurt am Main, finden die Interessenvertreter der Digitalwirtschaft: Hessen sei Deutschlands wichtigster Standort für Rechenzentren mit dem DE-CIX als Europas größtem Netzwerkknoten im Mittelpunkt. Knapp ein Drittel der deutschen Rechenzentrumskapazitäten befinden sich dort, im Vergleich mit den anderen Top-Standorten in Europa wächst Frankfurt aktuell am schnellsten. „Leistungsfähige Rechenzentren sind ebenso wie die gesamte digitale Infrastruktur herausragend wichtig für unsere digitale Souveränität und den Einsatz von Technologien wie Künstliche Intelligenz“, betont Bitkom-Präsident Wintergerst.

Rascher Netzausbau: „Für mindestens 98 Prozent der Haushalte ist 5G verfügbar“

Der Netzausbau sei in den vergangenen Jahren zu einer bundesweiten Erfolgsgeschichte geworden: „Die Netzbetreiber haben ein hohes Tempo beim Ausbau vorgelegt. Für mindestens 98 Prozent der Haushalte ist 5G verfügbar. Von 2018 bis 2022 hat sich Deutschland bei der digitalen Infrastruktur im EU-Vergleich von Rang 16 auf Rang 4 vorgearbeitet. Das zeigt: Wenn Politik und Wirtschaft an einem Strang ziehen, können wir in Deutschland in kurzer Zeit viel bewegen.“

Quelle: Bitkom

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt