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Bitkom: Statt neuer Regulierungsflut sollte sich EU nun Chancen der Digitalisierung fokussieren

Statt Bürokratie abzubauen, wie immer wieder versprochen, denken sich EU und Bund immer neue Regulierungen für die Wirtschaft aus, kritisieren viele Unternehmer. Grafik: Heiko Weckbrodt, Ausschnitte aus Eur-Lex, UBA, BMSA, EU-Parlament
Statt Bürokratie abzubauen, wie immer wieder versprochen, denken sich EU und Bund immer neue Regulierungen für die Wirtschaft aus, kritisieren viele Unternehmer. Grafik: Heiko Weckbrodt, Ausschnitte aus Eur-Lex, UBA, BMSA, EU-Parlament

Verband fordert von neuer, alter EU-Chefin von der Leyen mehr Impulse für Innovationen

Berlin/Brüssel, 19. Juli 2024. Vor einer neuen Regulierungs-Lawine hat der „Bitkom“ nach der Neuwahl von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) gewarnt: „Nachdem sich die EU in den vergangenen fünf Jahren schwerpunktmäßig mit den tatsächlichen und vermeintlichen Risiken der Digitalisierung beschäftigt hat, muss sie in den kommenden fünf Jahren die Chancen der Digitalisierung in den Fokus rücken“, forderte deutsche Digitalverband in Berlin.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Bildschirmfoto (Heiko Weckbrodt) aus der virtuellen Intel-PK
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ist für ihre Regulierungsfreudigkeit bekannt. Bildschirmfoto (Heiko Weckbrodt) aus der virtuellen Intel-PK

„Statt neuer Regulierungen braucht es in der neuen Legislaturperiode eine pragmatische und effektive Umsetzung der bisherigen Regelwerke“, betonen die Branchenvertreter. „Ziel muss sein, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Digitalwirtschaft zu verbessern, Europas Innovationskraft zu stärken und die digitale Transformation der hiesigen Unternehmen intelligent zu flankieren.“

„Flut neuer Gesetze und Vorschriften ist historisch wie weltweit ohne Beispiel“

In den letzten Jahren habe die EU „eine riesige Regulierungswelle“ erzeugt. Dazu gehören Digital Services Act, Digital Markets Act, KI-Gesetz, Data Act, Cyber Resilience Act, eIDAS-Verordnung und NIS2-Richtlinie zur Cybersicherheit. „Eine solche Flut neuer Gesetze und Vorschriften ist historisch wie weltweit ohne Beispiel“, heißt es vom Bitkom.

Autor: Oiger

Quellen: Bitkom, Oiger-Archiv, Next

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger