Sachsen hat seine Piraten-Bitcoins komplett vertickt

2,6 Milliarden Euro durch Hinterlassenschaften von „movie2k“ erlöst
Dresden, 16. Juli 2024. Die Bitcoins aus den „movie2k“-Ermittlungen, die Sachsen in der Hände gefallen waren, sind vollständig in Euros umgerubelt worden. Das hat die Generalstaatsanwaltschaft Dresden mitgeteilt. Den Erlös beziffern die Ermittler auf reichlich 2,6 Milliarden Euro. Was mit dem Geld letztlich passiert, ist noch nicht entschieden.
„Notveräußerung“ startete Mitte Juni
Die „Sächsische Zentralstelle zur Verwahrung und Verwertung von virtuellen Währungen“ hatte ab Mitte Juni 2024 mit dem Frankfurter Bankhaus „Scheich Wertpapierspezialist“ insgesamt 49.858 Bitcoins veräußert. An das Krypto-Geld waren das LKA und die Staatsanwälte im Zuge ihrer Ermittlungen gegen die Betreiber der Filmpiraterie-Plattform „movie2k“ herangekommen.
Nun hatten sie es bei „Notveräußerung“ veräußert – möglichst „marktschonend“, wie die Generalstaatsanwaltschaft heute betonte. Hintergrund der Beteuerung: In den letzten Wochen kursierte weltweit die Mutmaßung, dass die Sachsen durch den massenhaften Verkauf der einst illegal erworbenen Bitcoins heftige Kursschwankungen an der Kryptowährungs-Märkten ausgelöst haben könnten.
„Der Erlös stellt für den Freistaat Sachsen zunächst keine zusätzliche Einnahme im Landeshaushalt dar, sondern ist bis zum endgültigen Abschluss des Strafverfahrens eine verwahrte Hinterlegung“, unterstrichen die Staatsanwälte.
Quelle: GenSTA DD

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