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„Dreamkatcher“: Der Schrecken kriecht aus den Träumen

Dreamkatcher. Abb.: Koch Films
Dreamkatcher. Abb.: Koch Films

Routinierter Horrorfilm fürs deutsche Heimkino erschienen

Und wieder einmal kriecht der Schrecken aus Albträumen in unsere Welt hinein: Mit „Dreamkatcher“ (nicht zu verwechseln mit dem fast gleichnamigen „Dreamcatcher“-Horror mit Morgan Freeman) liefert Kerry Harris einen routinierten Horrorfilm ab, in dessen Mittelpunkt ein kleiner Junge steht.

Die Story

Josh (Finlay Wojtak-Hissong ) nämlich lebt mit seinem Vater (Henry Thomas) und dessen neuer Freundin (Radha Mitchell) in einem einsamen Haus im Haus – gleich neben dem See, in dem seine Mutter angeblich ertrunken ist. Nacht für Nacht träumt er, seine Mutter kehre zu ihm zurück, zugleich aber erschreckt ihn die Frau, die da in seinen Träumen erscheint. Eines Tages entdeckt er bei einer Waldwanderung die Hütte der alten Ruth (Lin Shaye), die selbstgebaute Traumfänger vertickt. Einen davon lässt Josh heimlich mitgehen. Doch statt Albträume abzufangen, verstärkt das seltsame Artefakt den Horror in den Nächten noch. Und so gewinnt die Kreatur aus seinen Träumen immer mehr Macht über den Jungen, flüstern ihn mit kruden Ideen voll…

Stilistik

Der Plot ist nicht neu: Horrorgestalten, die sich aus Träumen oder anderen Welten in unserer Realität materialisieren, kennt man sattsam aus dem Freddy-Krüger-Filmen, „Hellraiser“, „Ring“ und ähnlichen Klassikern. „Dreamkatcher“ entwickelt da dramaturgisch und erzählerisch auch kaum neue Akzente – gelegentlich versucht Kerry Harris gar, zu routiniert gestrickte Szenen durch laute Musik und Geräusch mit etwas künstlicher Spannung aufzupeppen. Was allerdings für „Dreamkatcher“ spricht, sind Optik und Kameraführung: Licht und Schatten, satt-dunkle Farben und gekonnte Kamerafahrten werten diesen Film auf.

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Film zu kaufen:

Kurzüberblick:

  • Titel: „Dreamkatcher“
  • Genre: Horror
  • Altersfreigabe: FSK 16
  • Regie: 85 Minuten
  • Darsteller: Radha Mitchell, Henry Thomas, Lin Shaye, Finlay Wojtak-Hissong
  • Sprachen (Bluray-Fassung)
  • Länge: 85 Minuten
  • Produktionsland und -jahr: USA 2020
  • Deutsche Veröffentlichung: Koch Films, 28. Januar 2021
  • Boni: Interviews, Werbevideos, Bildergalerie
  • Preis: Videostrom: zwölf Euro (Kauf) bzw. fünf Euro (Leihen), 15 Euro (Bluray). Elf Euro (DVD)

Zum Weiterlesen:

Zeitsprung-Horror: „Wake up and die“

Horror-Adventure „Into the Dark“

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger