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Amazon immer noch viermal so groß wie Alibaba

Alibaba-Campus in Hangzhou. Foto: Alibaba
Alibaba-Campus in Hangzhou. Foto: Alibaba

Beim Gewinn nehmen sich der US-Online-Riese und das Pendant aus China aber nicht mehr viel

London/Seattle/Hangzhou, 26. Mai 2020. Der US-Onlinehandelsriese Amazon aus Seattle und sein chinesisches Pendant Alibaba mit Hauptsitz in Hangzhou verfolgen inzwischen recht ähnliche Geschäftsmodelle und wachsen damit auch stark. Beim Gewinn liegen sie auch nicht weit auseinander. Doch gemessen am Umsatz liegt Alibaba noch weit hinter Amazon. Das geht aus einer Analyse des Finanznachrichten-Portals „Learbonds.com“ aus London hervor.

Kerngeschäft bleibt eCommerce, beide verdienen aber auch an Cloud-Diensten

Demnach kam Alibaba im vergangenen Geschäftsjahr auf umgerechnet 12,9 Milliarden Dollar Gewinn, Amazon auf 14,1 Milliarden Dollar – ein Unterschied von nur etwa neun Prozent. Ganz anders beim Umsatz: Da kam Alibaba auf nur 72 Milliarden Dollar, Amazon dagegen auf 296,3 Milliarden Dollar – also etwa viermal so viel.

Die Umsatzdifferenz zwischen Amazon und Alibaba ist immer noch groß. Für beide sind Online-Handel und Cloud-Dienste die Kerngeschäftsfelder. Abb.: Learnbonds
Die Umsatzdifferenz zwischen Amazon und Alibaba ist immer noch groß. Für beide sind Online-Handel und Cloud-Dienste die Kerngeschäftsfelder. Abb.: Learnbonds

Den größten Umsatzanteil hatte in beiden Unternehmen das Kerngeschäft, der Online-Handel, gefolgt mit weitem Abstand von Cloud-Diensten und anderen Einkommensquellen.

Amazon agiert internationaler

Die Hauptursache für den Größenunterschied der beiden Internetkonzerne sehen die Analysten darin, dass Amazon weltweit präsent ist, während Alibaba weiter noch recht stark auf den Heimatmarkt China fokussiert ist. Alibaba entwickele aber sein Geschäftsmodell, um zu Amazon aufzuholen, schätzte „Learbonds“ ein. Zu der chinesischen Unternehmensgruppe gehören unter anderem das Online-Auktionshaus Taobao, eine B2B-Handelsplattform, Finanzdienstleister, das Online-Bezahlsystem Alipay, Ladengeschäfte und ein Kartendienst.

Autor: Oiger

Quelle: Learbonds.com

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger