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Sachsen gibt 9,5 Millionen für DLR-Software-Institut Dresden

Noch bevor der erste Prototyp gebaut ist, wollen die Dresdner DLR-Ingenieure für jedes neue Flugzeug zuerst "virtuelle Zwillinge" für den Erstflug am Supercomputer entwerfen. Foto: DLR
Noch bevor der erste Prototyp gebaut ist, wollen die Dresdner DLR-Ingenieure für jedes neue Flugzeug zuerst „virtuelle Zwillinge“ für den Erstflug am Supercomputer entwerfen. Foto: DLR

Neubau entsteht 2023 am TU-Campus

Dresden, 10. Dezember 2019. Um den Aufbau des noch jungen „Instituts für Softwaremethoden zur Produkt-Virtualisierung“ vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zu unterstützen, hat die sächsische Regierung 9,5 Millionen Euro Zuschüsse bis Ende 2020 zugesagt. Das hat das Wirtschaftsministerium heute in Dresden mitgeteilt.

Bisher sind Software-Spezialisten in „Universellen Werken“ eingemietet

Außerdem finanziert der Freistaat einen Neubau für das DLR-Institut. Der Komplex soll 2023 an der Nöhtnitzer Straße, also am Südrand des Dresdner TU-Campus, entstehen. Derzeit ist das Institut übergangsweise im Dresdner Technologiezentrum „Universelle Werke“ eingemietet. Bislang arbeiten dort 33 Mitarbeiter an „Digitalen Zwillingen“ für Flugzeuge und anderen modernen Entwurfsmethoden. Der Institutsneubau neben der TU-Informatikfakultät wird für 90 Mitarbeiter ausgelegt sein.

Neues Zittauer DLR-Institut widmet sich der dekarbonisierten Industrie

Ein weiteres DLR-Zentrum entsteht derweil in Zittau. Es soll sich auf Kohlendioxid-arme Industrieprozesse spezialisieren. „Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Hochtemperatur-Wärmepumpen mit Dampf als Arbeitsmittel und auf der Erforschung CO2-armer Reduktionsmittel“, informierte das Ministerium. Mit diesem neuen Forschungszentrum wollen Bund und Land den Kohleausstieg in der Lausitz unterstützen. „Die ersten drei Mitarbeiter sind vor Ort“, hieß es vom Wirtschaftsmninisterium. „Im Endausbau soll das DLR-Institut in Zittau 30 grundfinanzierte und 30 drittmittelfinanzierte Mitarbeiter beschäftigen.“ Das Land fördere das Zittauer DLR-Institut 2019 und 2020 mit insgesamt rund 1,2 Millionen Euro. Weitere Investitionen seien zugesagt – unter anderem, um das Institut in ab 2020/21 den Mandauhöfen, einer ehemaligen Textilfabrik, unterzubringen.

Autor: hw

Quelle: SMWA

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger