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IBM eröffnet 1. Quantencomputer-Rechenzentrum

Quantencomputerlabor von IBM. Foto: IBM
Quantencomputerlabor von IBM. Foto: IBM

Auch bisher größter Quantencomputer mit 53 Qubit geplant

New York, 19. September 2019. IBM hat sein erstes kommerzielles Quantencomputer-Rechenzentrum eröffnet. Das hat der US-Elektronikkonzern nun mitgeteilt. Das Zentrum ist in Poughkeepsie bei New York angesiedelt. Installiert seien dort zehn Quantencomputer. Demnächst will IBM auch einen 53-Qubit-Quantencomputer dort aufbauen.

Bisher nur Testsysteme in der Cloud nutzbar

„Das neue Zentrum beheimatet aktuell die weltweit größte Anzahl kommerzieller Quantensysteme, die außerhalb eines Forschungslabors betrieben werden“, informierte IBM. „Damit wird den wachsenden Bedürfnissen der über 150.000 registrierten Nutzer sowie der rund 80 kommerziellen Kunden, wissenschaftlichen Einrichtungen und Forschungszentren, die bislang auf IBM Q-Systeme arbeiten, Rechnung getragen.“

Quantencomputer wie die von IBM können bestimmte Rechenaufgaben – zum Beispiel die Faktorzerlegung beim Code-Knacken – schneller als jeder klassische Computer absolvieren. Grund: Quantenbits (Qubits) können mehrere Zustände gleichzeitig einnehmen und dadurch gewissermaßen mehrere Lösungen einer Aufgabe mit einem Schlag „ausprobieren“.

Die Systeme will IBM großen Unternehmen ebenso wie jungen Firmen und Forschungseinrichtungen zur Verfügung stellen. Das Finanzunternehmen J.P. Morgan Chase beispielsweise will damit Optionspreis- und Risikoanalysen „nahezu in Echtzeit“ erproben. Mitsubishi und die Keio-Universität möchten mit den Quantensystemen neue Batterie-Designs optimieren.

Autor: hw

Quelle: IBM

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger