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Renaissance der Kopfhörer

Auch Nobita setzt sich gerne mal Kopfhörer als Ohrschützer auf. Foto (bearbeitet, freigestellt): Heiko Weckbrodt
Auch Nobita setzt sich gerne mal Kopfhörer als Ohrschützer auf. Foto (bearbeitet, freigestellt): Heiko Weckbrodt

Modisches Accessoire, Abwehrsignal an die Mitmenschen und Statussymbol

Berlin, 25. Juni 2019. Schon vor über 100 jahren lauschte mancher Radiofreund Kopfhörern dem Reichsrundfunk – Jahrzehnte später schienen sie schon fast eine aussterbende Technik-Spezies zu sein. Doch inzwischen haben sie eine Renaissance erlebt, sind in ihren bunteren Varianten sogar zum Kultobjekt geworden: Heute besitzen 71 Prozent aller Deutschen Kopfhörer. Das hat eine Umfrage von „Bitkom Research“ für den Digitalverband „Bitkom“ aus Berlin erheben.

Smartphones, Funktechnologie und Streaming haben neuen Boom ausgelöst

„Die Kombination aus einer hohen Smartphone-Verbreitung und wachsenden Streaming-Angeboten hat einen Kopfhörer-Boom ausgelöst“, erklärte Bitkom-Experte Sebastian Klöß. „Waren Kopfhörer früher reine Gebrauchsgegenstände, sind sie inzwischen Teil der Popkultur.“ Wesentlich beigetragen hat dazu sicher auch der Umstand, dass Kopfhörer nicht mehr auf Kabel angewiesen sind, sondern sich per Funk an Smartphones und andere Geräte ankoppeln.

Jeder Zweite will Umwelt ausblenden

Fast die Hälfte der Deutschen setzt sich Kopfhörer beim Spazierengehen auf, 37 Prozent beim Fahrradfahren. Und Fast die Hälfte gibt an, dass sie die Geräte nutzt, um die eigene Umwelt auszublenden. „Das kann mitunter auch problematisch sein“, heißt es vom Bitkom: 43 Prozent bestätigen, dass sie dadurch schon einmal in eine gefährliche Situation geraten sind. Zwei von fünf (42 Prozent) setzen die Kopfhörer auch auf, um den Mitmenschen zu signalisieren, nicht gestört werden zu wollen.

Für 21 Prozent sind Kopfhörer ein modisches Accessoire. Neun  Prozent finden sogar, dass Kopfhörer ein Statussymbol sind.

Autor: hw

Quelle: Bitkom

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger